Ein Gericht, das Urteile einer niedrigeren Instanz (z.B. eines Amts- oder Landgerichts) auf Rechts- und Sachfehler überprüft, wenn eine Partei Berufung eingelegt hat. Es stellt die zweite Instanz im Gerichtssystem dar.
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Nach der Niederlage in erster Instanz legte der Anwalt beim Berufungsgericht Widerspruch ein.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Berufung“ (Einspruch gegen ein Urteil), dem Fugen-s und „Gericht“ zusammen. Es ist also wörtlich ein „Gericht für die Berufung“.
BEISPIEL
Das Berufungsgericht prüft das Urteil der ersten Instanz.
Typische Verbindungen
Häufige Wendungen sind „Berufung beim Berufungsgericht einlegen“ oder „vor das Berufungsgericht ziehen“, wenn man mit einem Urteil nicht einverstanden ist.
BEISPIEL
Die Firma zog nach dem Urteil vor das Berufungsgericht.
Register
Dieses Wort gehört zur Fachsprache des Rechtswesens. Man findet es vor allem in juristischen Texten, Nachrichten oder offiziellen Dokumenten.
BEISPIEL
Die Entscheidung des Berufungsgerichts wird nächste Woche erwartet.
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Berufungsgericht vs Gerichtshof
„der Gerichtshof“ und „das Berufungsgericht“ können beide ein Gericht meinen, das über Entscheidungen anderer Gerichte nachdenkt. Der Unterschied liegt im Umfang. „Das Berufungsgericht“ ist genau das Gericht, das eine Berufung prüft, also einen Fall in der zweiten Instanz neu behandelt oder kontrolliert. „Der Gerichtshof“ ist allgemeiner und klingt oft nach einem hohen oder obersten Gericht. Nicht jeder Gerichtshof ist automatisch ein Berufungsgericht. Verwechselbar sind die Wörter, weil beide über frühere Urteile entscheiden können. Wenn es ausdrücklich um eine Berufung geht, ist „Berufungsgericht“ genauer.
Berufungsgericht
Das Berufungsgericht hat das erste Urteil noch einmal geprüft.
Gerichtshof
Der Gerichtshof entscheidet nächste Woche über den Streit zwischen den beiden Ländern.