
betäuben
Jemanden oder einen Körperteil medizinisch unempfindlich gegen Schmerz machen, meist vor einer Operation oder Behandlung.
Der Zahnarzt musste die Stelle erst betäuben, bevor er den Zahn ziehen konnte.
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Jemanden oder einen Körperteil medizinisch unempfindlich gegen Schmerz machen, meist vor einer Operation oder Behandlung.
Der Zahnarzt musste die Stelle erst betäuben, bevor er den Zahn ziehen konnte.

Ein starkes Gefühl, wie Schmerz oder Trauer, durch äußere Einflüsse (z.B. Alkohol, Medikamente) abschwächen oder unterdrücken.
Er versuchte, seinen Liebeskummer mit lauter Musik zu betäuben.

Ein Tier bewusstlos machen, insbesondere vor der Schlachtung, um ihm Leid zu ersparen.
Die Schweine werden vor der Schlachtung vorschriftsmäßig betäubt.
Das Verb leitet sich vom Adjektiv „taub“ (unempfindlich, nicht hörend) ab. Die Vorsilbe „be-“ macht daraus ein Verb mit der Bedeutung „etwas oder jemanden taub machen“.
Die laute Musik hat meine Ohren fast betäubt.
„Betäuben“ ist ein untrennbares Verb, da es mit „be-“ beginnt. Die Vorsilbe bleibt also immer mit dem Verb verbunden, und das Partizip II wird ohne „ge-“ gebildet: „betäubt“.
Der Arzt hat den Patienten vor der Operation betäubt.
„Betäuben“ wird immer mit einem Akkusativobjekt verwendet. Man betäubt immer jemanden oder etwas.
Die Ärztin betäubt den Arm des Jungen.
Der Kontext macht klar, welche Bedeutung gemeint ist. Geht es um einen Körperteil, ist die medizinische Bedeutung gemeint. Geht es um Gefühle wie Schmerz oder Sorgen, ist die emotionale Unterdrückung gemeint.
Der Arzt betäubt das Bein des Sportlers.
Im medizinischen Kontext wird oft angegeben, wie betäubt wird. Typische Formulierungen sind „lokal betäuben“ oder „eine Spritze zur Betäubung geben“.
Für den kleinen Eingriff muss nur die Hand lokal betäubt werden.