Die Verwendung von bildhaften Ausdrücken wie Metaphern, Vergleichen oder Symbolen in der Sprache, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen oder komplexe Sachverhalte anschaulich zu machen.
beispiel
Die Dichterin ist bekannt für ihre reiche und originelle Bildsprache.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Bild“ und „Sprache“ zusammen. Es beschreibt also eine „Sprache“, die mit „Bildern“ arbeitet – entweder mit sprachlichen Bildern (Metaphern) oder echten Bildern (Film, Kunst).
BEISPIEL
Gute Redner nutzen oft eine anschauliche Bildsprache.
Kontexthinweis
Der Kontext verrät die Bedeutung. Geht es um Texte, Literatur oder Reden, ist die sprachliche, metaphorische Bedeutung gemeint. Geht es um Film, Fotografie oder Kunst, ist die visuelle Gestaltung gemeint.
BEISPIEL
Die Bildsprache des Gedichts ist voller Symbole aus der Natur.
Typische Adjektive (Sprache)
Wenn es um Sprache und Texte geht, wird die Bildsprache oft als „reich“, „lebendig“, „kraftvoll“ oder „originell“ beschrieben.
BEISPIEL
Der Autor ist für seine sehr lebendige Bildsprache bekannt.
Typische Adjektive (Visuell)
Im visuellen Kontext (Film, Kunst) wird die Bildsprache oft mit Adjektiven wie „düster“, „hell“, „minimalistisch“ oder „eindrucksvoll“ charakterisiert.
BEISPIEL
Der Schwarz-Weiß-Film hat eine sehr eindrucksvolle Bildsprache.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Bildsprache vs Stil
„der Stil“ und „die Bildsprache“ können beide beschreiben, wie etwas wirkt und gestaltet ist. „der Stil“ ist breiter und kann sich auf Kunst, Mode, Architektur oder Literatur beziehen. „die Bildsprache“ ist genauer: Sie meint entweder bildhafte Sprache mit Metaphern und Symbolen oder die Art, wie Bilder, Farben, Licht und Formen eingesetzt werden. Man kann die Wörter verwechseln, wenn man über Filme, Fotos oder Texte spricht. „Stil“ passt für den allgemeinen Eindruck. „Bildsprache“ passt, wenn besonders die Bilder oder bildhaften Mittel wichtig sind.
Bildsprache
Die Bildsprache der Fotografin arbeitet viel mit Schatten und starkem Licht.