Beschreibt etwas, das rechtlich oder moralisch verpflichtend ist und eingehalten werden muss. Eine bindende Zusage oder ein Vertrag kann nicht ohne Weiteres gebrochen werden.
beispiel
Ein unterschriebener Arbeitsvertrag ist für beide Seiten rechtlich bindend.
Tipps
Wortaufbau
„Bindend“ ist das Partizip I des Verbs „binden“. Es beschreibt also etwas, das eine verpflichtende Wirkung hat oder jemanden an eine Abmachung „bindet“.
BEISPIEL
Eine mündliche Zusage kann unter Umständen auch bindend sein.
Typische Verbindungen
Dieses Adjektiv wird häufig in rechtlichen oder geschäftlichen Zusammenhängen gebraucht. Typische Kombinationen sind „rechtlich bindend“, „ein bindendes Angebot“ oder „eine bindende Entscheidung“.
BEISPIEL
Bitte prüfen Sie das Angebot, bevor Sie eine bindende Zusage machen.
Satzbau mit „für“
Um anzugeben, für wen eine Regel oder ein Vertrag verpflichtend ist, wird die Präposition „für“ mit dem Akkusativ verwendet.
BEISPIEL
Die Entscheidung des Gerichts ist für beide Seiten bindend.
Vergleichen mit
antonym
bindend vs freiwillig
„freiwillig“ und „bindend“ bilden einen Gegensatz, wenn es um Pflicht geht. „freiwillig“ bedeutet, dass jemand selbst entscheiden kann und nicht verpflichtet ist. „bindend“ bedeutet, dass eine Zusage, Regel oder ein Vertrag eingehalten werden muss. „freiwillig“ beschreibt also eher die freie Entscheidung, „bindend“ die feste Verpflichtung.
bindend
Die Anmeldung zum Kurs ist bindend und kann nicht einfach storniert werden.
freiwillig
Mein Freund kommt freiwillig mit, obwohl er eigentlich frei hätte.