Die Gesamtheit der in einer Gemeinschaft überlieferten Sitten, Gewohnheiten und Rituale, die regelmäßig gepflegt werden. Es ist ein wichtiger Teil der regionalen oder nationalen Kultur.
beispiel
Das Erntedankfest ist ein fester Bestandteil des ländlichen Brauchtums.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort besteht aus dem Nomen „der Brauch“ (die Sitte, die Gewohnheit) und der Endung „-tum“. Diese Endung bildet abstrakte Sammelbegriffe, sodass „Brauchtum“ die Gesamtheit aller Bräuche einer Kultur bezeichnet.
BEISPIEL
In Bayern hat das Brauchtum einen hohen Stellenwert.
Nur im Singular
„Brauchtum“ ist ein Sammelbegriff und wird fast ausschließlich im Singular verwendet. Es beschreibt das Konzept der Traditionen als Ganzes, nicht einzelne zählbare Bräuche.
BEISPIEL
Das Museum dokumentiert das bäuerliche Brauchtum der Region.
Typische Verben
Im Zusammenhang mit „Brauchtum“ werden oft die Verben „pflegen“ oder „erhalten“ benutzt. Sie drücken aus, dass man sich aktiv um die Fortführung von Traditionen bemüht.
BEISPIEL
Viele Vereine engagieren sich dafür, das lokale Brauchtum zu pflegen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Brauchtum vs Tradition
„die Tradition“ und „das Brauchtum“ haben beide mit Gewohnheiten zu tun, die Menschen über lange Zeit weitergeben. „die Tradition“ kann eine einzelne Sitte, eine feste Handlung oder auch eine allgemeine Art sein, etwas wie früher zu machen. „das Brauchtum“ meint eher die Gesamtheit vieler Bräuche in einer Gemeinschaft, oft in einer Region oder Kultur. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide bei Festen, Feiern und alten Gewohnheiten vorkommen. Für eine einzelne Gewohnheit passt meistens „Tradition“. Wenn man über viele überlieferte Bräuche einer Gruppe spricht, ist „Brauchtum“ natürlicher.
Brauchtum
Im Sommer zeigt das Museum altes Brauchtum aus der Region.
Tradition
In meiner Familie ist es Tradition, am ersten Januar zusammen zu essen.