Eine Person, die nicht an einen der monotheistischen Götter (insbesondere den christlichen) glaubt. Der Begriff wird oft aus einer religiösen Perspektive für Anhänger polytheistischer oder naturreligiöser Glaubensrichtungen verwendet.
beispiel
Die Missionare im Mittelalter hatten das Ziel, die Heiden zu bekehren.
Tipps
Häufiger Fehler: N-Deklination
„Der Heide“ ist ein Nomen der N-Deklination. Es bekommt im Akkusativ, Dativ und Genitiv Singular sowie im Plural die Endung „-n“. Dies ist eine wichtige grammatische Eigenschaft.
BEISPIEL
Der Heide glaubte an viele Götter.
Wortfamilie
Zur Wortfamilie gehören das Adjektiv „heidnisch“ (z.B. heidnische Bräuche) und das Nomen „das Heidentum“, das die Gesamtheit der nicht-monotheistischen Religionen beschreibt.
BEISPIEL
Viele unserer heutigen Traditionen haben heidnische Wurzeln.
Register und Kontext
Der Begriff „Heide“ wird hauptsächlich in einem historischen oder religiösen Kontext verwendet. Er entstand aus einer christlichen Perspektive und kann heute als veraltet oder abwertend empfunden werden.
BEISPIEL
In alten Texten wird oft von der Bekehrung der Heiden berichtet.
Vergleichen mit
antonym
Heide vs Christ
„der Christ“ und „der Heide“ stehen in einem religiösen Gegensatz. Ein Christ gehört zur christlichen Religion und glaubt an Jesus Christus. „Heide“ bezeichnet aus christlicher Sicht eine Person, die nicht an den christlichen Gott glaubt, oft jemand aus einer anderen alten oder naturbezogenen Religion. Das Wort „Heide“ kann heute altmodisch oder wertend klingen, deshalb sollte man es vorsichtig benutzen. In neutraler Alltagssprache sagt man oft genauer, welcher Religion jemand angehört oder dass jemand nicht religiös ist.
Heide
In dem alten Text wird ein Mann als Heide beschrieben, weil er nicht zum Christentum gehört.
Christ
Er ist Christ und geht an Weihnachten mit seiner Familie in die Kirche.