Eine Person, die öffentlich eine andere Meinung als die Regierung oder eine herrschende Ideologie vertritt und diese kritisiert, besonders in einem autoritären Staat.
beispiel
Der Dissident wurde wegen seiner regimekritischen Schriften des Landes verwiesen.
Tipps
Wortfamilie
Das Wort „Dissident“ gehört zur Wortfamilie von „Dissidenz“. Die Dissidenz beschreibt die Haltung oder Bewegung des Widerspruchs gegen eine herrschende Meinung oder ein politisches System.
BEISPIEL
Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte der politischen Dissidenz in Osteuropa.
Typische Verbindungen
„Dissident“ wird oft mit Adjektiven wie „politisch“ oder „bekannt“ kombiniert. Typische Verben in diesem Zusammenhang sind „verfolgen“, „verhaften“ oder „ins Exil zwingen“.
BEISPIEL
Viele politische Dissidenten mussten ihr Heimatland verlassen.
Register und Kontext
Dieses Wort wird hauptsächlich in formellen, politischen und historischen Kontexten verwendet. Es beschreibt keinen alltäglichen Meinungsunterschied, sondern eine grundsätzliche Opposition zu einem meist autoritären Regime.
BEISPIEL
In der Geschichtsstunde sprachen wir über die Rolle der Dissidenten in der DDR.
Vergleichen mit
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Dissident vs Rebell
„der Rebell“ und „der Dissident“ haben beide mit Widerspruch gegen Macht oder herrschende Meinungen zu tun. Ein Rebell stellt sich aktiv gegen eine Regierung, Ordnung oder Autorität; das kann auch gewaltsam sein. Ein Dissident kritisiert vor allem öffentlich die Regierung oder eine herrschende Ideologie, besonders in einem autoritären Staat. „Dissident“ klingt stärker nach politischer Meinung und Kritik, nicht unbedingt nach bewaffnetem Kampf. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide gegen ein System stehen. Als einfache Orientierung: Der Dissident widerspricht und kritisiert, der Rebell lehnt sich aktiver gegen eine Ordnung auf.
Dissident
Der Dissident schrieb mutige Texte gegen die Politik des Regimes.
Rebell
Die Regierung nannte ihn einen Rebellen, weil er zum Aufstand aufrief.