Eine Person, von der die Polizei annimmt, dass sie in Zukunft erhebliche Straftaten, insbesondere politisch motivierte Gewalttaten, begehen könnte. Der Begriff wird vor allem im Kontext der Terrorismusbekämpfung verwendet.
beispiel
Der bekannte Islamist wurde von den Behörden als Gefährder eingestuft und steht unter Beobachtung.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort leitet sich vom Verb „gefährden“ ab. Die Endung „-er“ macht aus dem Verb eine männliche Person, die diese Handlung ausführt – also jemand, der andere gefährdet.
BEISPIEL
Wer andere gefährdet, ist ein Gefährder.
Grammatikfalle
„Gefährder“ gehört zur N-Deklination. Das bedeutet, es bekommt im Akkusativ, Dativ und Genitiv Singular ein „-n“ am Ende. Ein häufiger Fehler ist, dieses „-n“ zu vergessen.
BEISPIEL
Die Polizei befragte den Gefährder zu seinen Plänen.
Register
In der Hauptbedeutung ist „Gefährder“ ein Fachbegriff aus der Sprache der Polizei und Sicherheitsbehörden. Er wird in offiziellen Kontexten und in den Nachrichten verwendet.
BEISPIEL
Der Begriff „Gefährder“ wird oft in den Nachrichten im Zusammenhang mit Sicherheitspolitik verwendet.
Typische Verbindungen
Im polizeilichen Kontext wird das Wort oft mit bestimmten Verben kombiniert, zum Beispiel „als Gefährder einstufen“, „als Gefährder gelten“ oder „einen Gefährder beobachten“.
BEISPIEL
Die Person wurde offiziell als Gefährder eingestuft.
Allgemeine Bedeutung
Die allgemeinere Bedeutung ist seltener, kommt aber vor. Hier ist oft der Straßenverkehr der Kontext, zum Beispiel bei rücksichtslosen Autofahrern.
BEISPIEL
Ein betrunkener Autofahrer ist ein Gefährder für alle anderen auf der Straße.
Vergleichen mit
confusable
Gefährder vs Täter
„der Täter“ und „der Gefährder“ kommen beide oft in Nachrichten, bei der Polizei oder im Zusammenhang mit Straftaten vor. Der wichtige Unterschied ist die Zeit: Ein Täter hat eine Tat schon begangen. Ein Gefährder hat noch nicht unbedingt eine konkrete Tat begangen, aber die Polizei hält ihn für gefährlich und glaubt, dass er in Zukunft schwere Straftaten begehen könnte. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide negativ klingen und mit Sicherheit zu tun haben. Praktisch gilt: Nach einer Tat spricht man vom Täter; vor einer möglichen Tat oder bei einer vermuteten Gefahr eher vom Gefährder.
Gefährder
Die Polizei beobachtet den Gefährder, weil sie einen Anschlag befürchtet.
Täter
Nach dem Einbruch sucht die Polizei noch nach dem Täter.