
die Geissel
Im übertragenen Sinn eine Person oder eine Sache, die als großes Übel, als Plage oder Strafe für viele Menschen empfunden wird.
Die Korruption gilt als eine Geißel der modernen Gesellschaft.
Geissel
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Im übertragenen Sinn eine Person oder eine Sache, die als großes Übel, als Plage oder Strafe für viele Menschen empfunden wird.
Die Korruption gilt als eine Geißel der modernen Gesellschaft.

Eine Peitsche, oft mit mehreren Riemen, die historisch zur Bestrafung, Folter oder zur Selbstkasteiung verwendet wurde.
Im Mittelalter praktizierten einige religiöse Gruppen die Selbstgeißelung mit einer Geißel.

In der Biologie ein fadenförmiges, peitschenartiges Organell, das Einzellern oder Spermien zur Fortbewegung dient. Der Fachbegriff lautet Flagellum.
Das Bakterium bewegt sich durch das Schlagen seiner Geißel fort.
Die Bedeutung von „Geißel“ hängt stark vom Kontext ab. In literarischen oder politischen Texten meint es eine Plage, in historischen Texten eine Peitsche und in biologischen Texten ein Organ zur Fortbewegung.
Der Hunger war eine ständige Geißel für die Bevölkerung.
Die übertragene Bedeutung als „Plage“ gehört einem sehr gehobenen, oft literarischen oder journalistischen Sprachstil an. Im normalen Alltag wird das Wort in dieser Bedeutung kaum verwendet.
In seiner Rede bezeichnete der Präsident die Armut als Geißel der Gesellschaft.
In der übertragenen Bedeutung wird „Geißel“ sehr oft mit einem Genitiv kombiniert, der das Übel genauer benennt. Die Struktur ist „die Geißel + [Nomen im Genitiv]“.
Der Drogenhandel ist eine Geißel vieler Großstädte.
Im biologischen Kontext ist „Geißel“ der deutsche Begriff für das, was in der internationalen Fachsprache oft „Flagellum“ genannt wird. Es beschreibt den peitschenartigen Fortsatz von Zellen.
Manche Einzeller besitzen mehr als eine Geißel zur Fortbewegung.