Eine heute oft als veraltet oder problematisch angesehene Sammelbezeichnung für Mitglieder der indigenen Völker Amerikas. Der Begriff geht auf einen historischen Irrtum von Christoph Kolumbus zurück, der glaubte, in Indien gelandet zu sein.
beispiel
In vielen alten Abenteuerromanen wird eine klischeehafte Vorstellung vom Leben der Indianer vermittelt.
Tipps
Register und Stil
Dieses Wort wird heute oft als veraltet und problematisch empfunden, da es viele verschiedene indigene Völker verallgemeinert. In modernen und respektvollen Kontexten wird es meist vermieden.
BEISPIEL
Die Ausstellung vermeidet bewusst den Begriff „Indianer“ und spricht stattdessen von indigenen Völkern Nordamerikas.
Historischer Kontext
Der Begriff entstand durch einen Irrtum von Christoph Kolumbus, der dachte, er sei in Indien gelandet. Aus diesem Grund nannte er die Ureinwohner „Indianer“. Das Wort basiert also auf einem geografischen Fehler.
BEISPIEL
Schulbücher erklären heute den historischen Irrtum hinter dem Wort „Indianer“.
Typische Verwendung
Das Wort findet sich hauptsächlich in älteren Büchern, Filmen oder im Zusammenhang mit Kinderspielen. Diese Kontexte vermitteln oft ein klischeehaftes und nicht authentisches Bild.
BEISPIEL
Als Kinder haben wir oft „Cowboy und Indianer“ gespielt.
Vergleichen mit
confusable
Indianer vs Inder
„der Indianer“ und „der Inder“ sehen ähnlich aus und klingen auch ähnlich, meinen aber ganz verschiedene Personen. „der Inder“ meint einen Mann aus Indien oder mit indischer Staatsbürgerschaft. „der Indianer“ wurde früher als Sammelbezeichnung für indigene Völker Amerikas benutzt, gilt heute aber oft als veraltet oder problematisch. Deshalb ist die Verwechslungsgefahr groß: Ein kleiner Unterschied im Wort verändert die Bedeutung komplett. Für Menschen aus Indien sagt man „Inder“ oder „Inderin“, nicht „Indianer“.
Indianer
Im alten Schulbuch steht noch das Wort „Indianer“, aber die Lehrerin erklärt, warum es heute problematisch sein kann.
Inder
Herr Sharma ist Inder und lebt seit fünf Jahren in Berlin.