Etwas, das einen falschen Eindruck erweckt oder zu einer falschen Schlussfolgerung führt. Es täuscht oder leitet bewusst oder unbewusst in die falsche Richtung.
beispiel
Die Werbung war irreführend, da das Produkt nicht die versprochenen Eigenschaften besaß.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort setzt sich aus „irre“ und „führend“ zusammen. „Führend“ ist das Partizip I von „führen“ (to lead). Die Vorsilbe „irre-“ bedeutet hier „falsch“ oder „auf einen falschen Weg“. Wörtlich führt etwas also in die Irre.
BEISPIEL
Die unklare Beschilderung war für Touristen sehr irreführend.
Wortfamilie
Das Wort gehört zur Wortfamilie von „führen“ (leiten, lenken). Die Vorsilbe „irre-“ verändert die Bedeutung ins Negative, ähnlich wie bei „irren“ (sich täuschen) oder „der Irrtum“ (der Fehler). Das Erkennen des Stamms „führen“ hilft beim Verstehen.
BEISPIEL
Lass dich von seinem Lächeln nicht in die Irre führen.
Typische Verbindungen
„Irreführend“ wird oft verwendet, um Kommunikation oder Informationen zu beschreiben. Typische Nomen sind: irreführende Werbung, irreführende Angaben, eine irreführende Aussage oder ein irreführender Titel.
BEISPIEL
Der Titel des Artikels war absichtlich irreführend, um mehr Klicks zu bekommen.
Vergleichen mit
antonym
irreführend vs klar
„klar“ und „irreführend“ stehen in einem Gegensatz, wenn es um Informationen, Erklärungen oder Aussagen geht. „klar“ bedeutet, dass etwas leicht zu verstehen und eindeutig ist. „irreführend“ bedeutet, dass etwas einen falschen Eindruck macht oder jemanden in die falsche Richtung denken lässt. Eine klare Angabe hilft also beim Verstehen, eine irreführende Angabe kann zu einem Fehler führen. Besonders bei Anleitungen, Werbung oder Nachrichten ist dieser Unterschied wichtig.
irreführend
Die Überschrift ist irreführend, weil der Text etwas anderes sagt.
klar
Die Wegbeschreibung war klar, deshalb fanden wir das Haus sofort.