Eine von einer politischen Partei aufgestellte Liste von Kandidaten für eine Wahl auf Ebene eines Bundeslandes, insbesondere bei Landtags- oder Bundestagswahlen in Deutschland. Die Wählerstimmen für die Partei bestimmen, wie viele Kandidaten von dieser Liste ins Parlament einziehen.
beispiel
Der Politiker wurde über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag gewählt, nicht über ein Direktmandat.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist aus „Landes-“ (Genitiv von „das Land“) und „die Liste“ zusammengesetzt. Es bedeutet also wörtlich „die Liste eines Landes“ und bezieht sich auf ein Bundesland.
BEISPIEL
Jede Partei reicht vor der Wahl eine eigene Landesliste ein.
Typische Verbindungen
Dieses Nomen wird oft mit bestimmten Verben und Präpositionen verwendet. Typische Wendungen sind „auf der Landesliste stehen“, „über die Landesliste einziehen“ oder „jemanden auf die Landesliste setzen“.
BEISPIEL
Sie hofft auf einen sicheren Platz auf der Landesliste für die nächste Wahl.
Kultureller Kontext
Dieses Wort ist zentral für das deutsche Wahlsystem. Mit der Zweitstimme wählen die Bürger eine Partei, deren Kandidaten dann entsprechend dem Wahlergebnis über die Landesliste ins Parlament (z.B. den Bundestag) kommen.
BEISPIEL
Da er seinen Wahlkreis nicht direkt gewann, zog er über die Landesliste ins Parlament ein.