Ein Begriff aus der Philosophie und Soziologie, der die Gesamtheit der alltäglichen, selbstverständlichen Erfahrungen, Wahrnehmungen und Deutungen einer Person oder Gruppe beschreibt. Sie umfasst die unmittelbare, subjektiv erlebte Wirklichkeit.
beispiel
Die Studie untersucht, wie die Digitalisierung die Lebenswelt von Jugendlichen verändert.
Tipps
Wortzusammensetzung
„Lebenswelt“ ist ein zusammengesetztes Nomen aus „das Leben“ und „die Welt“. Das „s“ in der Mitte ist ein Fugen-s, das die beiden Wörter verbindet. Wörtlich bedeutet es „Welt des Lebens“.
BEISPIEL
Philosophen untersuchen die Struktur der menschlichen Lebenswelt.
Register und Stil
Dieses Wort ist ein Fachbegriff aus der Philosophie und den Sozialwissenschaften (z.B. Soziologie, Pädagogik). Es wird hauptsächlich in akademischen, intellektuellen oder sehr formellen Texten verwendet.
BEISPIEL
In seiner Dissertation analysiert er die Lebenswelt von Migrantenkindern.
Typische Verwendung
Das Wort wird oft mit dem Genitiv oder der Präposition „von“ verwendet, um zu spezifizieren, wessen Alltagswelt gemeint ist. Typische Verben in diesem Kontext sind „erforschen“, „analysieren“ oder „beschreiben“.
BEISPIEL
Die Digitalisierung hat die Lebenswelt von uns allen stark verändert.
Vergleichen mit
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Lebenswelt vs Umwelt
„die Umwelt“ und „die Lebenswelt“ können beide beschreiben, in welchem Umfeld Menschen leben. „Umwelt“ meint eher die äußeren Bedingungen und Einflüsse, zum Beispiel Familie, Freunde, Kultur oder Wohnort. „Lebenswelt“ meint stärker, wie Menschen ihren Alltag selbst erleben und verstehen. Das Wort klingt etwas fachlicher und passt besonders in Texten über Gesellschaft, Bildung oder Forschung. Wenn man einfach über das Umfeld einer Person spricht, ist „Umwelt“ natürlicher. Wenn es um Erfahrungen, Gewohnheiten und Sichtweisen einer Gruppe geht, ist „Lebenswelt“ genauer.
Lebenswelt
Die Lehrerin möchte besser verstehen, wie die Lebenswelt ihrer Schüler aussieht.
Umwelt
Die Umwelt eines Kindes beeinflusst oft, wie es lernt und spricht.