In sozialen Netzwerken durch Klicken auf einen entsprechenden Button (z. B. einen Daumen nach oben) seine Zustimmung oder sein Gefallen für einen Beitrag, ein Bild oder einen Kommentar ausdrücken.
beispiel
Ich habe dein Urlaubsfoto auf Instagram gelikt.
Tipps
Herkunft des Wortes
„Liken“ ist ein Lehnwort aus dem Englischen („to like“). Es wurde direkt in die deutsche Sprache übernommen, um die spezifische Funktion in sozialen Netzwerken zu benennen.
BEISPIEL
Kannst du bitte mein neues Profilbild liken?
Grammatische Integration
Das Verb wird wie ein regelmäßiges (schwaches) deutsches Verb konjugiert. Das Partizip II wird mit „ge-“ und „-t“ gebildet: „gelikt“. Als Hilfsverb wird „haben“ verwendet.
BEISPIEL
Er hat alle Kommentare unter seinem Post gelikt.
Register und Kontext
Dieses Wort gehört zur Umgangssprache und zum Netzjargon. Es wird fast ausschließlich im Kontext von sozialen Medien und dem Internet verwendet.
BEISPIEL
Immer mehr Unternehmen bitten ihre Kunden, ihre Seite zu liken.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
liken vs gefallen
„gefallen“ und „liken“ können beide zeigen, dass man etwas positiv findet. „gefallen“ benutzt man allgemein: für Menschen, Dinge, Orte, Ideen oder Situationen. „liken“ benutzt man fast nur in sozialen Netzwerken, wenn man auf einen Like-Button klickt und so Zustimmung oder Gefallen zeigt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „liken“ wie „mögen“ oder „gefallen“ wirkt. Im Deutschen ist es aber an die Handlung im Internet gebunden. Ein Foto kann dir gefallen, aber du likest es nur, wenn du online auf den Button klickst.
liken
Frau Richter likt den Beitrag ihrer Kollegin in der Projektgruppe.
gefallen
Im Zug gefällt mir der Platz am Fenster am besten.