Der Wirtschaftszweig, der sich mit der Produktion, Vermarktung und dem Vertrieb von Musik beschäftigt. Dazu gehören Plattenfirmen, Verlage, Konzertveranstalter und Streaming-Dienste.
beispiel
Die Digitalisierung hat die Musikindustrie grundlegend verändert.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist eine einfache Zusammensetzung aus „die Musik“ und „die Industrie“. Es bezeichnet den gesamten Wirtschaftsbereich, der mit Musik Geld verdient.
BEISPIEL
Viele Künstler kritisieren die kommerziellen Zwänge der Musikindustrie.
Produktiver Bestandteil
Das Grundwort „-industrie“ ist sehr produktiv. Sie können es mit vielen anderen Nomen kombinieren, um Wirtschaftszweige zu benennen, z. B. „Filmindustrie“, „Autoindustrie“ oder „Pharmaindustrie“.
BEISPIEL
Er arbeitet seit zehn Jahren in der deutschen Autoindustrie.
Satzbau und Verwendung
Wenn Sie über Personen, Unternehmen oder Aktivitäten in diesem Sektor sprechen, verwenden Sie die Präposition „in“ mit Dativ: „in der Musikindustrie“.
BEISPIEL
Sie möchte später gerne in der Musikindustrie arbeiten.
Vergleichen mit
confusable
Musikindustrie vs Musikszene
„die Musikszene“ und „die Musikindustrie“ haben beide mit Musik und den Menschen darum herum zu tun. „Die Musikszene“ meint eher das soziale und kulturelle Umfeld: Bands, Clubs, Fans und Veranstaltungen in einer Stadt oder einer Musikrichtung. „Die Musikindustrie“ meint dagegen den wirtschaftlichen Bereich: Firmen, Verträge, Verkauf, Werbung und Streaming. Man kann die Wörter verwechseln, weil in beiden Bereichen Musiker und Konzerte vorkommen. Praktisch gesagt: Bei Menschen, Orten und Kultur passt „Musikszene“ besser; bei Geld, Firmen und Vermarktung passt „Musikindustrie“ besser.
Musikindustrie
Die Musikindustrie verdient heute viel Geld mit Streaming-Diensten.
Musikszene
In Leipzig ist die Musikszene sehr lebendig, weil es viele kleine Clubs gibt.