Im übertragenen Sinne die Grundlage oder das Umfeld, das die Entstehung und das Wachstum von etwas, insbesondere von negativen Phänomenen wie Ideen, Konflikten oder Krankheiten, begünstigt.
beispiel
Soziale Ungerechtigkeit ist oft ein Nährboden für Extremismus.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort besteht aus „Nähr-“ (von nähren, ernähren) und „Boden“. Es ist also wörtlich ein „nährender Boden“. Diese Grundidee hilft, sowohl die biologische als auch die übertragene Bedeutung zu verstehen.
BEISPIEL
Ein guter Kompost ist der beste Nährboden für Gemüse.
Kontext ist entscheidend
Die beiden Bedeutungen sind durch den Kontext klar getrennt. Die biologische Bedeutung finden Sie in Texten über Labore, Medizin oder Biologie (Bakterien, Zellen). Die übertragene Bedeutung wird für abstrakte, meist negative soziale Themen verwendet (Konflikte, Ideen, Kriminalität).
BEISPIEL
Die Forscher züchten die Zellen auf einem speziellen Nährboden.
Feste Präposition
In der übertragenen Bedeutung wird „Nährboden“ fast immer mit der Präposition „für“ und dem Akkusativ verwendet. Diese Struktur beschreibt, wofür das Umfeld die Grundlage bildet.
BEISPIEL
Fehlinformationen sind ein gefährlicher Nährboden für Misstrauen in der Gesellschaft.
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Nährboden vs Basis
„die Basis“ und „der Nährboden“ können beide eine Grundlage für etwas meinen. „die Basis“ ist eher neutral: Darauf baut man etwas auf, zum Beispiel einen Plan, ein Projekt oder eine Entscheidung. „der Nährboden“ meint ein Umfeld, in dem etwas entstehen oder wachsen kann. Dieses Wort benutzt man oft, wenn es um Probleme, Konflikte oder negative Entwicklungen geht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide „Grundlage“ bedeuten können. Praktisch gilt: Für eine sachliche Grundlage passt „Basis“ besser, für ein begünstigendes Umfeld passt „Nährboden“ besser.
Nährboden
Ständiger Streit im Team ist ein Nährboden für neue Konflikte.
Basis
Gute Informationen sind die Basis für eine vernünftige Entscheidung.