obendrauf
Auf der obersten Stelle von etwas; oben auf etwas drauf.
Er legte das letzte Buch ganz obendrauf auf den Stapel.

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Auf der obersten Stelle von etwas; oben auf etwas drauf.
Er legte das letzte Buch ganz obendrauf auf den Stapel.

Das Wort setzt sich aus „oben“ und „drauf“ (eine Kurzform von „darauf“) zusammen. Es bedeutet also wörtlich „oben auf etwas drauf“ und verstärkt die Position.
Die Kirsche kommt als Dekoration ganz obendrauf.
„Obendrauf“ kann flexibel im Satz stehen. Oft steht es am Satzanfang, um das Zusätzliche zu betonen, oder direkt nach dem Nomen, auf das es sich bezieht.
Er kaufte ein Hemd und obendrauf gab es eine Krawatte gratis.
Die übertragene Bedeutung „zusätzlich“ erkennt man daran, dass es sich nicht auf einen physischen Ort, sondern auf eine Information, einen Preis oder eine Handlung bezieht. Oft wird es mit „noch“ kombiniert.
Der Handwerker war schon teuer und obendrauf kam noch die Mehrwertsteuer.
In der Bedeutung „zusätzlich“ wird „obendrauf“ häufig in der gesprochenen Sprache und in informellen Kontexten verwendet.
Wir hatten schon viel Arbeit und dann kam obendrauf noch ein neues Projekt.
„dazu“ und „obendrauf“ können beide bedeuten, dass noch etwas Zusätzliches kommt. „dazu“ ist neutral und passt in vielen Situationen, zum Beispiel bei einem weiteren Punkt, einer weiteren Sache oder einer Ergänzung. „obendrauf“ klingt umgangssprachlicher und meint oft ein Extra oder eine Zugabe, manchmal mit dem Gefühl: noch etwas mehr als erwartet. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide „zusätzlich“ ausdrücken. In neutralen oder formellen Sätzen ist „dazu“ sicherer. „obendrauf“ passt gut, wenn etwas wie ein Bonus dazukommt.

Beim Bäcker bekommt sie heute ein kleines Brötchen obendrauf.
Zum Salat nehme ich noch ein Stück Brot dazu.