das Outing
Das freiwillige Bekanntmachen der eigenen, bisher geheim gehaltenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität.
Sein Outing als homosexuell wurde von seiner Familie und seinen Freunden positiv aufgenommen.

Outing
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Das freiwillige Bekanntmachen der eigenen, bisher geheim gehaltenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität.
Sein Outing als homosexuell wurde von seiner Familie und seinen Freunden positiv aufgenommen.

Im Deutschen bezeichnet „das Outing“ das Bekanntmachen eines Geheimnisses, meist der sexuellen Orientierung. Es bedeutet nicht, wie das englische Wort „outing“, einen Ausflug oder eine Exkursion.
Das Outing des Politikers sorgte für viele Schlagzeilen.
„Outing“ ist ein Wort aus dem Englischen (ein Anglizismus), das sich vom Verb „to out someone“ ableitet. Es hat sich in der deutschen Sprache als Nomen etabliert.
Viele öffentliche Personen sprechen heute offen über ihr Outing.
Das Wort wird sehr häufig mit dem Verb „haben“ verwendet, oft in der Kombination „sein/ihr Outing haben“.
Der junge Sportler hatte sein Outing in einem Interview mit einer großen Zeitung.
Ob ein Outing freiwillig (Bedeutung 1) oder unfreiwillig (Bedeutung 2) ist, erkennt man am Kontext. Wenn eine Person selbst handelt, ist es freiwillig. Wenn es „durch“ jemand anderen geschieht, ist es unfreiwillig.
Ihr Outing vor der versammelten Mannschaft erforderte viel Mut.
In der übertragenen Bedeutung wird oft die Struktur „Outing als ...“ verwendet, um eine überraschende oder lustige Vorliebe zu gestehen. Es handelt sich hierbei um eine eher lockere, umgangssprachliche Nutzung.
Sein Outing als leidenschaftlicher Gärtner amüsierte seine Kollegen.
„das Bekenntnis“ und „das Outing“ können beide bedeuten, dass etwas Persönliches öffentlich gesagt wird. „Bekenntnis“ ist aber allgemeiner: Man bekennt sich zu einer Meinung, einem Gefühl, einer Gruppe oder einer Überzeugung. „Outing“ meint besonders das Bekanntmachen einer bisher verborgenen sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Im weiteren Sinn kann es auch um andere verborgene Tatsachen gehen. Wichtig ist: Ein „Outing“ kann freiwillig sein, aber auch gegen den Willen einer Person passieren. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine öffentliche Mitteilung beschreiben. Für eine Haltung sagt man eher „Bekenntnis“, für das Offenlegen einer persönlichen Identität eher „Outing“.

Nach ihrem Outing bekam Lena viel Unterstützung von ihren Freunden.
Ihr Bekenntnis zur Nachbarschaft hat viele Menschen im Viertel berührt.