Eine Politik, die durch oft vereinfachende und emotionale Darstellungen die Gunst der breiten Masse zu gewinnen versucht und sich dabei als Vertreter des „einfachen Volkes“ gegen „die Elite“ positioniert.
beispiel
Kritiker werfen der Partei vor, mit ihren Parolen reinen Populismus zu betreiben.
Tipps
Wortaufbau
Die Endung „-ismus“ deutet oft auf eine politische, soziale oder philosophische Strömung oder Ideologie hin. Wie bei vielen „-ismus“-Wörtern hat auch „Populismus“ oft eine kritische oder negative Konnotation.
BEISPIEL
In seiner Analyse beschrieb der Journalist die Merkmale des modernen Populismus.
Register und Stil
„Populismus“ ist ein Begriff aus der Politik und dem Journalismus. Er wird fast immer in einem analytischen oder kritischen Kontext verwendet und ist negativ besetzt.
BEISPIEL
Man wirft ihm vor, die komplexen Probleme des Landes für seinen Populismus zu missbrauchen.
Typische Verbindungen
Häufige Verben in Verbindung mit Populismus sind „Populismus betreiben“ oder „jemandem Populismus vorwerfen“. Das zugehörige Adjektiv „populistisch“ wird oft mit Wörtern wie „Parolen“, „Rhetorik“ oder „Forderungen“ kombiniert.
BEISPIEL
Die Opposition warf der Regierung vor, reinen Populismus zu betreiben.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Populismus vs Propaganda
„die Propaganda“ und „der Populismus“ können beide mit politischer Beeinflussung zu tun haben. „Propaganda“ meint die gezielte Verbreitung von Ideen oder Informationen, oft einseitig und manipulativ. „Populismus“ meint eine Art von Politik, die einfache Antworten gibt, stark mit Gefühlen arbeitet und sich als Stimme des „einfachen Volkes“ gegen „die Elite“ zeigt. Verwechseln kann man die Wörter, weil populistische Politik auch Propaganda benutzen kann. Trotzdem ist „Propaganda“ eher die Methode der Beeinflussung, „Populismus“ eher die politische Haltung oder Strategie.
Populismus
Der Populismus nutzt oft einfache Sätze, weil er schnell viele Menschen erreichen will.
Propaganda
Vor der Wahl wurden viele Plakate als Propaganda kritisiert.