Im klinischen Sinne eine Person, die an einer schweren Persönlichkeitsstörung (Psychopathie) leidet, welche durch mangelndes Mitgefühl, manipulatives Verhalten und antisoziale Tendenzen gekennzeichnet ist.
beispiel
Der Gutachter diagnostizierte den Angeklagten als Psychopathen mit hoher Rückfallgefahr.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort setzt sich aus den griechischen Teilen „Psycho-“ (Seele, Geist) und „-path“ (Leiden, Krankheit) zusammen. Es beschreibt also wörtlich eine Person mit einer seelischen Krankheit, was auf seinen Ursprung als klinischer Begriff hinweist.
BEISPIEL
Die Vorsilbe „Psycho-“ findet man in vielen Wörtern aus der Psychologie.
Grammatik: n-Deklination
„Psychopath“ ist ein schwaches maskulines Nomen (n-Deklination). Das bedeutet, es erhält in allen Fällen außer dem Nominativ Singular die Endung „-en“.
BEISPIEL
Die Polizei befragte den Psychopathen.
Kontexthinweis: Fachbegriff
Im klinischen Sinn ist „Psychopath“ ein Fachbegriff aus der Psychologie. Man erkennt diese Verwendung in formellen Kontexten, oft zusammen mit Wörtern wie „Diagnose“, „Gutachten“ oder „Persönlichkeitsstörung“.
BEISPIEL
Der forensische Psychiater erstellte ein Gutachten über den Angeklagten.
Register: Starke Beleidigung
In der Umgangssprache wird „Psychopath“ als sehr starke und abwertende Beleidigung für eine Person verwendet, die als verrückt, rücksichtslos oder unberechenbar empfunden wird. Dieser Gebrauch ist sehr informell und emotional.