räubern
Umgangssprachlich für das wilde und unbeaufsichtigte Spielen von Kindern, meist im Freien.
Als wir klein waren, haben wir jeden Nachmittag im Wald geräubert.

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Umgangssprachlich für das wilde und unbeaufsichtigte Spielen von Kindern, meist im Freien.
Als wir klein waren, haben wir jeden Nachmittag im Wald geräubert.

Das Verb „räubern“ leitet sich direkt vom Nomen „der Räuber“ ab. Die Grundbedeutung ist also „sich wie ein Räuber verhalten“, was je nach Kontext Plündern, Stehlen oder wildes Herumtoben bedeuten kann.
Die Kinder spielten, sie seien eine Räuberbande im Wald.
Das Subjekt des Satzes verrät die Bedeutung. Wenn „Kinder“ räubern, spielen sie (m01). Wenn „Bienen“ räubern, stehlen sie Honig (m02). Wenn „Soldaten“ räubern, plündern sie (m03).
Die Kinder haben den ganzen Nachmittag im Gebüsch geräubert.
Die Bedeutung des wilden Spielens von Kindern ist umgangssprachlich und hat einen positiven, oft nostalgischen Charakter. Sie beschreibt freies, unbeaufsichtigtes Spielen in der Natur.
Ich erinnere mich gern daran, wie wir als Kinder im Park geräubert haben.
Diese Bedeutung ist veraltet oder literarisch. Um im modernen Deutsch über Raub oder Plünderung zu sprechen, verwendet man die Verben „rauben“ oder „plündern“.
In dem historischen Roman räuberten die Piraten die Küstenstädte.
„spielen“ und „räubern“ können beide beschreiben, was Kinder in ihrer Freizeit tun. „spielen“ ist das allgemeine und neutrale Wort für viele Arten von Spielen, drinnen oder draußen. „räubern“ ist umgangssprachlich und meint eher wildes Spielen von Kindern, meistens draußen und ohne genaue Kontrolle durch Erwachsene. Die Wörter können verwechselt werden, weil „räubern“ hier nicht wirklich „stehlen“ bedeutet. Für normale Situationen sagt man meistens „spielen“; „räubern“ passt, wenn Kinder laut, frei und wild unterwegs sind.

Im Sommer räubern die Kinder den ganzen Nachmittag durch den Garten.
Die Kinder spielen nach dem Mittagessen im Wohnzimmer.