
räubern
Umgangssprachlich für das wilde und unbeaufsichtigte Spielen von Kindern, meist im Freien.
Als wir klein waren, haben wir jeden Nachmittag im Wald geräubert.
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Umgangssprachlich für das wilde und unbeaufsichtigte Spielen von Kindern, meist im Freien.
Als wir klein waren, haben wir jeden Nachmittag im Wald geräubert.

In der Zoologie, insbesondere bei Bienen, das Stehlen von Nahrung (z. B. Honig) aus dem Nest oder Bau einer anderen Kolonie derselben Art.
Der Imker muss den Bienenstock schützen, damit fremde Bienen nicht den Honig räubern.

Eine veraltete oder literarische Bezeichnung für rauben, plündern oder stehlen.
Die marodierenden Soldaten räuberten die Vorräte der Bauern.
Das Verb „räubern“ leitet sich direkt vom Nomen „der Räuber“ ab. Die Grundbedeutung ist also „sich wie ein Räuber verhalten“, was je nach Kontext Plündern, Stehlen oder wildes Herumtoben bedeuten kann.
Die Kinder spielten, sie seien eine Räuberbande im Wald.
Das Subjekt des Satzes verrät die Bedeutung. Wenn „Kinder“ räubern, spielen sie (m01). Wenn „Bienen“ räubern, stehlen sie Honig (m02). Wenn „Soldaten“ räubern, plündern sie (m03).
Die Kinder haben den ganzen Nachmittag im Gebüsch geräubert.
Die Bedeutung des wilden Spielens von Kindern ist umgangssprachlich und hat einen positiven, oft nostalgischen Charakter. Sie beschreibt freies, unbeaufsichtigtes Spielen in der Natur.
Ich erinnere mich gern daran, wie wir als Kinder im Park geräubert haben.
Diese Bedeutung ist veraltet oder literarisch. Um im modernen Deutsch über Raub oder Plünderung zu sprechen, verwendet man die Verben „rauben“ oder „plündern“.
In dem historischen Roman räuberten die Piraten die Küstenstädte.