Gesellschaftlich akzeptiert und für den öffentlichen Diskurs oder den Umgang in gebildeten Kreisen als angemessen erachtet. Der Begriff wird oft für Themen, Wörter oder Verhaltensweisen verwendet, die früher als Tabu galten.
beispiel
Manche extremen politischen Ansichten sind in den letzten Jahren leider salonfähig geworden.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort setzt sich aus „Salon“ und der Endung „-fähig“ zusammen. Ein „Salon“ war historisch ein Empfangszimmer für gesellschaftliche Treffen in der Oberschicht. „Salonfähig“ bedeutet also wörtlich „geeignet für den Salon“, also für die feine Gesellschaft.
BEISPIEL
Früher war es nicht üblich, in Jeans zu einer Feier zu kommen, heute ist das salonfähig.
Satzbau und Verwendung
Das Adjektiv wird oft mit den Verben „sein“, „werden“ oder „machen“ verwendet. Die Konstruktion „etwas salonfähig machen“ bedeutet, aktiv dafür zu sorgen, dass eine Sache gesellschaftlich akzeptiert wird.
BEISPIEL
Durch die Diskussion in den Medien wurde das Thema langsam salonfähig.
Typische Verbindungen
„Salonfähig“ wird meist für abstrakte Konzepte verwendet, die früher als unpassend oder tabu galten. Typische Nomen sind „Ansichten“, „Wörter“, „Ideen“ oder „Verhaltensweisen“.
BEISPIEL
Dieses Wort war früher ein Schimpfwort, aber heute ist es fast salonfähig.
Vergleichen mit
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salonfähig vs anerkannt
„anerkannt“ und „salonfähig“ haben beide mit Akzeptanz zu tun. „anerkannt“ sagt, dass etwas wegen Qualität, Leistung oder Kompetenz geschätzt wird. „salonfähig“ meint eher, dass ein Thema, ein Wort oder ein Verhalten in der Gesellschaft akzeptiert wird und offen besprochen werden kann. Es geht also weniger um fachliche Qualität, sondern um soziale Akzeptanz. „salonfähig“ benutzt man oft, wenn etwas früher unpassend oder tabu war und später normaler wird.
salonfähig
Das Thema psychische Gesundheit ist in vielen Firmen langsam salonfähig geworden.
anerkannt
Seine Methode ist heute in vielen Kliniken anerkannt.