
scheel
Beschreibt einen missgünstigen, neidischen oder argwöhnischen Blick.
Sie sah ihn scheel an, als er von seinem Erfolg erzählte.
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Beschreibt einen missgünstigen, neidischen oder argwöhnischen Blick.
Sie sah ihn scheel an, als er von seinem Erfolg erzählte.

Eine veraltete oder gehobene Bezeichnung für schielend; wenn die Augen nicht in die gleiche Richtung blicken.
Das Porträt zeigte einen Mann mit leicht scheelem Blick.
Dieses Adjektiv wird fast ausschließlich in Verbindung mit Verben des Sehens verwendet. Die häufigste Konstruktion ist „jemanden scheel ansehen“.
Er wurde von seinen Kollegen scheel angesehen, weil er eine Beförderung erhielt.
In der Bedeutung „missgünstig“ gehört „scheel“ zu einem gehobenen oder literarischen Sprachstil. Im normalen Alltag wird es eher selten verwendet.
Mit einem scheelen Blick beobachtete sie die neue Nachbarin.
Die Bedeutung „schielend“ ist heute veraltet. Man findet sie hauptsächlich in älteren Texten. In der modernen Sprache wird diese Eigenschaft anders ausgedrückt.
In dem alten Roman wurde die Figur als scheel beschrieben.
Schief ansehen und scheel blicken können beide einen ablehnenden Blick ausdrücken. Scheel betont eher Argwohn, Neid oder Missgunst, während schief ansehen allgemeiner Missfallen oder Befremden zeigen kann. Verwende scheel bei einem missgünstigen Blick und schief bei allgemeiner Ablehnung.

Die Nachbarin sah mich scheel an, weil ich den neuen Wagen gekauft hatte.
Die Nachbarin sah mich schief an, weil ich mich über den Lärm beschwert hatte.