scheel
Beschreibt einen missgünstigen, neidischen oder argwöhnischen Blick.
Sie sah ihn scheel an, als er von seinem Erfolg erzählte.

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Beschreibt einen missgünstigen, neidischen oder argwöhnischen Blick.
Sie sah ihn scheel an, als er von seinem Erfolg erzählte.

Dieses Adjektiv wird fast ausschließlich in Verbindung mit Verben des Sehens verwendet. Die häufigste Konstruktion ist „jemanden scheel ansehen“.
Er wurde von seinen Kollegen scheel angesehen, weil er eine Beförderung erhielt.
In der Bedeutung „missgünstig“ gehört „scheel“ zu einem gehobenen oder literarischen Sprachstil. Im normalen Alltag wird es eher selten verwendet.
Mit einem scheelen Blick beobachtete sie die neue Nachbarin.
Die Bedeutung „schielend“ ist heute veraltet. Man findet sie hauptsächlich in älteren Texten. In der modernen Sprache wird diese Eigenschaft anders ausgedrückt.
In dem alten Roman wurde die Figur als scheel beschrieben.
„neidisch“ und „scheel“ können beide mit Neid oder Missgunst zu tun haben. „neidisch“ beschreibt direkt das Gefühl: Jemand möchte etwas haben oder können, was eine andere Person hat oder kann. „scheel“ beschreibt meistens einen Blick, der neidisch, misstrauisch oder missgünstig wirkt. Es ist kein normales Alltagswort für eine neidische Person, sondern passt eher in Ausdrücken wie „jemanden scheel ansehen“. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „scheel“ auch Neid ausdrücken kann. Im Alltag sagt man aber meistens „neidisch“, wenn es um das Gefühl geht.

Der Nachbar sah uns scheel an, als wir den neuen Grill aufstellten.
Max war neidisch, weil seine Schwester ein neues Fahrrad bekommen hatte.