Umgangssprachlich für die eigene Willensschwäche, Trägheit oder mangelnde Disziplin, die man überwinden muss, um eine unangenehme Aufgabe zu erledigen. Meist in der Wendung „den inneren Schweinehund überwinden“.
beispiel
Ich musste meinen inneren Schweinehund überwinden, um bei dem Regen joggen zu gehen.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „das Schwein“ und „der Hund“ zusammen. Diese Kombination zweier Tiernamen erzeugt ein sehr starkes, negatives Bild und erklärt, warum das Wort entweder eine große Willensschwäche oder eine Person stark beleidigt.
BEISPIEL
Er nannte seinen Gegner einen feigen Schweinehund.
Kontexthinweis
Das Adjektiv „innerer“ ist der entscheidende Hinweis. „Der innere Schweinehund“ bezieht sich immer auf die eigene Willensschwäche. Ohne „innerer“ und auf eine Person bezogen ist es ein starkes Schimpfwort.
BEISPIEL
Heute habe ich meinen inneren Schweinehund besiegt und war im Fitnessstudio.
Feste Wendung
In der Bedeutung „Willensschwäche“ wird das Wort fast ausschließlich in der festen Wendung „den inneren Schweinehund überwinden“ (oder „besiegen“) verwendet. Das Verb beschreibt den Kampf gegen die eigene Trägheit.
BEISPIEL
Um mit dem Rauchen aufzuhören, muss man seinen inneren Schweinehund überwinden.
Register: Grobes Schimpfwort
Als Bezeichnung für eine Person ist „Schweinehund“ eine sehr starke Beleidigung. Man sollte es nur mit großer Vorsicht verwenden, da es als extrem verletzend empfunden wird.
BEISPIEL
„Du elender Schweinehund!“, schrie sie ihn an.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Schweinehund vs Schwein
„das Schwein“ und „der Schweinehund“ können beide als grobe Beleidigung für eine Person gebraucht werden. „Schwein“ ist dabei allgemeiner und kann jemanden beschreiben, der sich schlecht, gemein oder schmutzig verhält. „Schweinehund“ ist ebenfalls ein starkes Schimpfwort, wird aber auch sehr oft in der festen Wendung „den inneren Schweinehund überwinden“ benutzt. Dann meint es keine Person, sondern die eigene Faulheit oder Willensschwäche. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „Schweinehund“ das Wort „Schwein“ enthält. Wichtig ist: Als Tier heißt es „Schwein“; bei mangelnder Disziplin sagt man „innerer Schweinehund“.
Schweinehund
Nach der Arbeit musste ich meinen inneren Schweinehund überwinden und noch joggen gehen.
Schwein
Nach seiner gemeinen Lüge nannten ihn einige ein Schwein.