Das unrechtmäßige Handeln einer Person, die eine vermeintliche Straftat selbst bestraft, anstatt dies den staatlichen Organen wie Polizei und Gerichten zu überlassen. Selbstjustiz ist in einem Rechtsstaat illegal.
beispiel
Aus Wut über den Diebstahl griff der Ladenbesitzer zur Selbstjustiz und schlug den Täter nieder.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „selbst“ und „die Justiz“ (Rechtsprechung) zusammen. Es bedeutet wörtlich, dass jemand selbst für Gerechtigkeit sorgt, anstatt dies dem Staat zu überlassen.
BEISPIEL
Das Gesetz verbietet jede Form von Selbstjustiz.
Typische Verbindungen
Sehr häufig wird „Selbstjustiz“ mit den Verben „üben“ oder in der Wendung „zur Selbstjustiz greifen“ verwendet. Beide Formulierungen beschreiben die Handlung, das Recht in die eigenen Hände zu nehmen.
BEISPIEL
Der Mann griff aus Wut zur Selbstjustiz.
Starke negative Bedeutung
Der Begriff „Selbstjustiz“ hat immer eine stark negative Konnotation. Er beschreibt eine Handlung, die in einem Rechtsstaat als inakzeptabel und kriminell gilt und nicht als heldenhafte Tat.
BEISPIEL
Der Richter verurteilte die Tat als einen klaren Fall von Selbstjustiz.
Vergleichen mit
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Selbstjustiz vs Rache
„Rache“ und „Selbstjustiz“ haben beide damit zu tun, dass jemand nach einem Unrecht selbst zurückschlagen oder bestrafen will. „Rache“ ist dabei das persönliche Gefühl oder die Handlung, jemandem aus Ärger gezielt zu schaden. „Selbstjustiz“ ist enger: Eine Person bestraft jemanden selbst, obwohl eigentlich Polizei und Gericht zuständig wären. Deshalb klingt „Selbstjustiz“ rechtlich und gesellschaftlich viel ernster. Man kann die Wörter verwechseln, weil Selbstjustiz oft aus Rache passiert. Aber nicht jede Rache ist Selbstjustiz.
Selbstjustiz
Die Polizei warnte vor Selbstjustiz, nachdem die Bewohner den Dieb selbst festhalten wollten.