Ein Staat, der durch seine Gesetzgebung und Verwaltung für die soziale Sicherheit und das Wohlergehen seiner Bürger sorgt, beispielsweise durch Sozialversicherungen, Sozialhilfe und Chancengleichheit.
beispiel
Das System der Kranken- und Rentenversicherung ist eine zentrale Säule des deutschen Sozialstaats.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus dem Adjektiv „sozial“ und dem Nomen „Staat“ zusammen. Es beschreibt also wörtlich einen Staat, der sich um soziale Belange seiner Bürger kümmert.
BEISPIEL
Der moderne Sozialstaat steht vor großen finanziellen Herausforderungen.
Kultureller Kontext
Der „Sozialstaat“ ist ein zentrales Konzept zum Verständnis der deutschen Gesellschaft und Politik. Er beschreibt das Prinzip, dass der Staat eine aktive Rolle bei der Sicherung des Wohlergehens seiner Bürger übernimmt.
BEISPIEL
Das Prinzip des Sozialstaats ist in Deutschland im Grundgesetz verankert.
Typische Bestandteile
Zum Konzept des Sozialstaats gehören typischerweise die Sozialversicherungen. Dazu zählen vor allem die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.
BEISPIEL
Die Finanzierung des Sozialstaats erfolgt durch Steuern und Sozialabgaben.
Vergleichen mit
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Sozialstaat vs Sozialpolitik
„Sozialpolitik“ und „Sozialstaat“ haben beide mit sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit in einer Gesellschaft zu tun. „Sozialpolitik“ meint aber den politischen Bereich und die Maßnahmen, mit denen soziale Probleme geregelt werden, zum Beispiel Renten, Hilfe für Familien oder Unterstützung bei Arbeitslosigkeit. „Sozialstaat“ meint den Staat selbst, der solche Sicherungen organisiert und bezahlt. Man kann die Wörter verwechseln, weil beide oft in Diskussionen über soziale Leistungen vorkommen. Einfach gesagt: Sozialpolitik ist das Handeln und Planen, der Sozialstaat ist das System oder der Staat, der dafür verantwortlich ist.
Sozialstaat
In einem Sozialstaat bekommen Menschen Hilfe, wenn sie krank oder arbeitslos sind.
Sozialpolitik
Die neue Regierung will die Sozialpolitik für Familien verbessern.