Der Zustand oder der Prozess, bei dem ein Staat Schulden aufnimmt und seine finanziellen Verpflichtungen erhöht. Der Begriff wird oft synonym zu „Staatsschuld“ verwendet, um die Gesamtsumme der Schulden zu bezeichnen.
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Die hohe Staatsverschuldung schränkt den Handlungsspielraum der Regierung ein.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort besteht aus „Staat“ und „Verschuldung“. „Verschuldung“ kommt vom Verb „sich verschulden“ und beschreibt den Prozess oder das Ergebnis des Schuldenmachens. Der Fokus liegt hier also auf dem Vorgang.
BEISPIEL
Die Staatsverschuldung ist ein dynamischer Prozess.
Typische Verbindungen
Da das Wort einen Prozess beschreibt, wird es oft mit Verben kombiniert, die eine Kontrolle oder Begrenzung ausdrücken. Häufige Wendungen sind „die Staatsverschuldung eindämmen“, „die Staatsverschuldung bekämpfen“ oder „die Staatsverschuldung bremsen“.
BEISPIEL
Die Opposition fordert Maßnahmen, um die wachsende Staatsverschuldung einzudämmen.
Register
„Staatsverschuldung“ ist ein Begriff, der vor allem in der Wirtschafts- und Politikberichterstattung verwendet wird. Er gehört zur formellen Schriftsprache.
BEISPIEL
In der Debatte ging es um die Ursachen der hohen Staatsverschuldung.
Vergleichen mit
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Staatsverschuldung vs Defizit
„das Defizit“ und „die Staatsverschuldung“ können beide in Gesprächen über Staatsfinanzen vorkommen, meinen aber verschiedene Dinge. Ein „Defizit“ ist ein Fehlbetrag, meist in einem bestimmten Jahr oder Haushalt: Der Staat gibt mehr aus, als er einnimmt. „Staatsverschuldung“ beschreibt die Schulden des Staates insgesamt oder den Prozess, dass diese Schulden steigen. Die Wörter werden leicht verwechselt, weil ein Defizit oft durch neue Schulden finanziert wird. Merksatz: Das Defizit ist die jährliche Lücke, die Staatsverschuldung ist der gesamte Schuldenberg.
Staatsverschuldung
Im Unterricht sprechen wir über die Folgen der hohen Staatsverschuldung.
Defizit
Das Defizit im Staatshaushalt ist wegen höherer Ausgaben gewachsen.