Die juristische Eigenschaft einer Handlung, die sie nach dem Gesetz strafbar macht, also die Voraussetzung dafür, dass jemand für diese Handlung bestraft werden kann.
beispiel
Das Gericht prüfte, ob die Voraussetzungen für eine Strafbarkeit wegen Diebstahls erfüllt waren.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort wird vom Adjektiv „strafbar“ abgeleitet. Die Endung „-keit“ verwandelt Adjektive in Nomen, die eine Eigenschaft oder einen Zustand beschreiben. „Strafbarkeit“ ist also die Eigenschaft einer Handlung, strafbar zu sein.
BEISPIEL
Eine Notwehrsituation kann die Strafbarkeit einer Körperverletzung aufheben.
Juristischer Fachbegriff
„Strafbarkeit“ ist ein präziser Begriff aus der Rechtssprache. Er beschreibt nicht die Strafe selbst, sondern die rechtliche Voraussetzung dafür, dass eine Handlung überhaupt bestraft werden kann.
BEISPIEL
Der Anwalt argumentierte, dass die Strafbarkeit in diesem Fall nicht gegeben sei.
Typische Verbindungen
Häufige Verben in diesem Kontext sind „prüfen“, „feststellen“, „begründen“ oder „ausschließen“. Oft wird die Präposition „wegen“ benutzt, um das Delikt zu nennen, z.B. „die Strafbarkeit wegen Betrugs“.
BEISPIEL
Das Gericht muss nun die Strafbarkeit des Angeklagten prüfen.
Vergleichen mit
confusable
Strafbarkeit vs Schuld
„die Schuld“ und „die Strafbarkeit“ können beide bei falschen oder verbotenen Handlungen vorkommen. „Schuld“ meint, dass jemand für eine falsche Handlung verantwortlich ist oder sich moralisch falsch verhalten hat. „Strafbarkeit“ ist ein juristisches Wort: Es beschreibt, ob eine Handlung nach dem Gesetz bestraft werden kann. Man kann die Wörter verwechseln, weil es in beiden Fällen um Fehlverhalten geht. Aber nicht jede Schuld ist automatisch strafbar, und bei „Strafbarkeit“ geht es vor allem um das Gesetz.
Strafbarkeit
Im Gespräch erklärte die Anwältin die Strafbarkeit dieser Handlung.
Schuld
Mein Freund fühlte Schuld, weil er die Wahrheit verschwiegen hatte.