
die Trägheit
Ein Zustand, in dem jemand keine Lust oder Energie hat, sich zu bewegen oder aktiv zu sein; eine allgemeine Antriebslosigkeit.
Nach dem üppigen Mittagessen überfiel ihn eine große Trägheit.
Trägheit
die Trägheit, die Trägheiten
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Ein Zustand, in dem jemand keine Lust oder Energie hat, sich zu bewegen oder aktiv zu sein; eine allgemeine Antriebslosigkeit.
Nach dem üppigen Mittagessen überfiel ihn eine große Trägheit.

In der Physik die Eigenschaft eines Körpers, in seinem Bewegungszustand zu verharren, solange keine äußeren Kräfte auf ihn einwirken.
Das Gesetz der Trägheit besagt, dass ein Körper in Ruhe bleibt, wenn keine Kraft auf ihn wirkt.

Eine Eigenschaft von Systemen, zum Beispiel in der Bürokratie oder Gesellschaft, nur sehr langsam auf Veränderungen oder Einflüsse zu reagieren.
Die Trägheit der Verwaltung verhinderte eine schnelle Umsetzung der neuen Gesetze.
| Genus | feminin die |
|---|---|
| Plural | die Trägheiten |
| Genitiv | der Trägheit |
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Trägheit | die Trägheiten |
| Akkusativ | die Trägheit | die Trägheiten |
| Dativ | der Trägheit | den Trägheiten |
| Genitiv | der Trägheit | der Trägheiten |
Der Artikel ändert sich mit dem Fall; er ist farbig markiert.
Das Nomen „Trägheit“ ist vom Adjektiv „träge“ (langsam, antriebslos) abgeleitet. Die Endung „-heit“ wird oft verwendet, um aus Adjektiven abstrakte, feminine Nomen zu bilden, die einen Zustand oder eine Eigenschaft beschreiben.
Er konnte seine Trägheit einfach nicht überwinden und blieb auf dem Sofa liegen.
Die physikalische Bedeutung erkennen Sie an Signalwörtern wie „Gesetz“, „Masse“, „Kraft“ oder „Bewegung“. In diesem Kontext ist „Trägheit“ ein neutraler Fachbegriff und hat nichts mit Faulheit zu tun.
In der Physik ist die Trägheit einer der fundamentalen Grundsätze der Mechanik.
Im Alltag wird „Trägheit“ oft mit Verben des Fühlens oder Überwindens kombiniert. Typische Wendungen sind „seine Trägheit überwinden“, „gegen die Trägheit ankämpfen“ oder „eine gewisse Trägheit spüren“.
Manchmal muss man einfach seine Trägheit überwinden und mit der Arbeit anfangen.
In der übertragenen Bedeutung wird „Trägheit“ oft verwendet, um langsame, schwerfällige Systeme zu kritisieren. Häufige Kombinationen sind „die Trägheit der Bürokratie“, „die Trägheit der Verwaltung“ oder „die Trägheit des Systems“.
Viele Bürger beschweren sich über die Trägheit der Behörden.
Faulheit und Trägheit können beide erklären, warum jemand eine Aufgabe nicht beginnt. „Faulheit“ betont eher die fehlende Bereitschaft zur Anstrengung, „Trägheit“ eher fehlenden Antrieb oder wenig Energie. Wähle „Faulheit“ bei vermutetem Unwillen und „Trägheit“ bei allgemeiner Antriebslosigkeit.

Aus Trägheit begann er die Aufgabe nicht, obwohl er sich eigentlich darum kümmern wollte.
Aus Faulheit verschob er die Aufgabe, obwohl er genug Zeit dafür hatte.