unbegreiflich
Etwas, das so seltsam, komplex oder schockierend ist, dass man es mit dem Verstand nicht erfassen oder nachvollziehen kann.
Es ist mir unbegreiflich, wie er diese schwere Prüfung ohne Vorbereitung bestehen konnte.

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Etwas, das so seltsam, komplex oder schockierend ist, dass man es mit dem Verstand nicht erfassen oder nachvollziehen kann.
Es ist mir unbegreiflich, wie er diese schwere Prüfung ohne Vorbereitung bestehen konnte.

Das Wort besteht aus der Vorsilbe „un-“ (nicht), dem Verb „begreifen“ (verstehen) und der Endung „-lich“. Etwas, das unbegreiflich ist, kann man mit dem Verstand wörtlich nicht „greifen“ oder fassen.
Sein plötzlicher Meinungsumschwung war für alle unbegreiflich.
Sehr häufig wird „unbegreiflich“ in der festen Struktur „Es ist [Person] unbegreiflich, ...“ verwendet. Die Person, die etwas nicht versteht, steht dabei immer im Dativ.
Es ist mir unbegreiflich, warum er das getan hat.
Dieses Wort drückt mehr als nur ein Nicht-Verstehen aus; es impliziert oft eine starke emotionale Reaktion wie Schock, Ärger oder Erstaunen. Man verwendet es für Dinge, die gegen die Logik oder Erwartung verstoßen.
Die Mannschaft verlor das Spiel durch einen unbegreiflichen Fehler in der letzten Minute.
„verständlich“ und „unbegreiflich“ können Gegensätze sein, wenn es darum geht, ob man etwas nachvollziehen kann. „verständlich“ kann heißen, dass eine Erklärung klar ist oder dass eine Reaktion wegen der Situation normal und nachvollziehbar wirkt. „unbegreiflich“ ist stärker und negativer: Etwas ist so seltsam, schwer oder schockierend, dass man es nicht verstehen oder akzeptieren kann. Verwechslungsgefahr gibt es, weil beide mit Verstehen zu tun haben. Achte auf die Vorsilbe „un-“: „unbegreiflich“ bedeutet nicht einfach „nicht klar formuliert“, sondern oft „kaum nachvollziehbar“.

Sein Verhalten war für alle unbegreiflich, weil er ohne Grund den Termin abgesagt hat.
Es ist verständlich, dass die Eltern bei der Planung mehr Zeit brauchen.