in Ungnade fallen
Die Gunst, das Wohlwollen oder die Zustimmung einer Person (oft einer Autoritätsperson) verlieren.
Nach dem Skandal ist der Minister bei der Kanzlerin in Ungnade gefallen.

Ungnade
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Die Gunst, das Wohlwollen oder die Zustimmung einer Person (oft einer Autoritätsperson) verlieren.
Nach dem Skandal ist der Minister bei der Kanzlerin in Ungnade gefallen.

Das Wort „Ungnade“ wird fast ausschließlich in der festen Wendung „bei jemandem in Ungnade fallen“ verwendet. Diese Wendung bedeutet, die Sympathie oder das Wohlwollen einer meist höhergestellten Person zu verlieren.
Mit dieser unüberlegten Äußerung ist er bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen.
Das Nomen setzt sich aus der Vorsilbe „un-“ (nicht) und „die Gnade“ (göttliche Gnade, aber auch Gunst oder Wohlwollen) zusammen. „Ungnade“ ist also wörtlich der Zustand, in dem man keine Gunst mehr genießt.
Nach seinem Verrat lebte er für den Rest seines Lebens in Ungnade.
Das Verb in der Wendung ist „fallen“. Es ist unregelmäßig (fällt, fiel, gefallen) und bildet das Perfekt mit „sein“, da es eine Veränderung des Zustands beschreibt.
Der Minister ist nach dem Skandal bei der Bevölkerung in Ungnade gefallen.
Der Ausdruck „in Ungnade fallen“ gehört zur gehobenen Sprache. Er wird oft in formellen, politischen oder historischen Kontexten verwendet und klingt im normalen Alltag eher distanziert.
Im Mittelalter konnte ein Ritter schnell beim König in Ungnade fallen.
„die Zustimmung“ und „die Ungnade“ hängen beide mit der Haltung einer anderen Person zusammen, oft einer wichtigen oder mächtigen Person. Zustimmung bedeutet, dass diese Person einverstanden ist oder etwas unterstützt. „Ungnade“ benutzt man in der festen Wendung „in Ungnade fallen“: Dann verliert jemand das Wohlwollen oder die Zustimmung einer anderen Person. Der Gegensatz ist also nicht einfach Ja gegen Nein, sondern Unterstützung gegen verlorene Gunst. „Zustimmung“ ist neutral und häufig; „Ungnade“ klingt eher gehoben oder erzählerisch.

Nach seinem öffentlichen Fehler fiel der Berater beim Chef in Ungnade.
Beim Termin ist die Zustimmung der Ärztin wichtig, bevor die Behandlung beginnt.