
sein Unwesen treiben
In einer festen Wendung: schädliche, störende oder kriminelle Aktivitäten ausüben.
Eine Gruppe von Vandalen treibt nachts in der Parkanlage ihr Unwesen.
Unwesen
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In einer festen Wendung: schädliche, störende oder kriminelle Aktivitäten ausüben.
Eine Gruppe von Vandalen treibt nachts in der Parkanlage ihr Unwesen.

Ein böses, schädliches oder monströses Wesen oder eine Erscheinung. Diese Bedeutung ist veraltet und selten.
Alte Legenden berichten von einem schrecklichen Unwesen, das im Moor hauste.
„Unwesen“ verbindet die negative Vorsilbe „un-“ mit „Wesen“ (eine Kreatur, ein Lebewesen). Es beschreibt also wörtlich ein „schlechtes Wesen“ oder eine zerstörerische Kraft.
Die Dorfbewohner fürchteten das Unwesen, das im dunklen Wald leben sollte.
Im modernen Deutsch wird „Unwesen“ fast nur in der festen Wendung „sein Unwesen treiben“ verwendet. Das Possessivpronomen („sein“, „ihr“) passt sich dabei an das Subjekt des Satzes an.
Die Diebesbande treibt nachts in der Innenstadt ihr Unwesen.
Die Wendung „sein Unwesen treiben“ beschreibt negative, schädliche oder kriminelle Handlungen. Man kann sie für Personen (Diebe, Vandalen) oder metaphorisch für Dinge (ein Sturm, ein Virus) verwenden.
Ein neuer Computervirus treibt im Internet sein Unwesen.
Die Bedeutung von „Unwesen“ als Monster oder böser Geist ist veraltet. Man findet sie heute fast nur noch in Märchen, Sagen und alten Geschichten.
Das Märchen handelte von einem schrecklichen Unwesen, das Kinder entführte.
Sowohl der Unfug als auch das Unwesen können störendes Verhalten bezeichnen. Der Unfug wirkt meist harmlos und meint eher Unsinn oder Streiche, während „Unwesen treiben“ stärker auf schädliche oder bedrohliche Aktivitäten hinweist. Verwende „Unfug“ bei kleinen Störungen, „Unwesen“ bei ernsterem Schaden.

Nachts trieb eine Gruppe Jugendlicher in der verlassenen Halle ihr Unwesen.
Die Kinder machten im Garten Unfug und versteckten die Schuhe ihrer Eltern.