verbittern
Durch Enttäuschungen, Ungerechtigkeit oder Leid innerlich hart, zynisch und menschenfeindlich werden.
Nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes verbitterte er zusehends.

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Durch Enttäuschungen, Ungerechtigkeit oder Leid innerlich hart, zynisch und menschenfeindlich werden.
Nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes verbitterte er zusehends.

Das Verb besteht aus der untrennbaren Vorsilbe „ver-“ und dem Adjektiv „bitter“. Die Vorsilbe „ver-“ beschreibt hier eine Zustandsveränderung. „Verbittern“ bedeutet also, bitter zu werden oder jemanden bitter zu machen.
Lass dich von dieser Niederlage nicht verbittern!
Das Verb kann intransitiv verwendet werden, um zu sagen, dass eine Person verbittert („Er verbittert“). Es kann aber auch transitiv mit einem Akkusativobjekt genutzt werden, um zu sagen, dass etwas eine Person verbittert („Die Erfahrung verbitterte ihn“).
Nach all den Jahren in Einsamkeit verbitterte er.
Das Partizip II „verbittert“ wird sehr häufig als Adjektiv verwendet, um den Charakter einer Person zu beschreiben, die durch negative Erfahrungen hart und zynisch geworden ist.
Er ist ein alter, verbitterter Mann geworden.
Um den Grund für die Verbitterung zu nennen, wird oft die Präposition „durch“ oder „über“ (+ Akkusativ) verwendet.
Sie ist durch die Ungerechtigkeit, die sie erlebt hat, verbittert.
„verletzen“ und „verbittern“ können beide durch schlechte Erfahrungen oder Kränkungen entstehen. „verletzen“ beschreibt eine einzelne seelische Kränkung: Jemand sagt oder tut etwas, und eine Person fühlt sich verletzt. „verbittern“ beschreibt eher eine längere Veränderung im Inneren. Durch viele Enttäuschungen oder großes Leid wird jemand hart, zynisch und unglücklich. Verwechseln kann man die Wörter, weil eine Verletzung zu Verbitterung führen kann. Aber „verletzen“ ist oft der Moment, „verbittern“ ist eher die dauerhafte Folge.

Die vielen Enttäuschungen haben ihn mit der Zeit verbittert.
Im Gespräch hat sie ihre Kollegin mit einem unfairen Satz verletzt.