Die eigene Farbe ändern. Dies kann ein natürlicher Vorgang sein (z.B. Blätter im Herbst, das Gesicht bei Emotionen) oder ein unbeabsichtigtes Ergebnis (z.B. verwaschene Kleidung).
beispiel
Die Blätter des Ahorns verfärben sich im Herbst leuchtend rot.
Tipps
Wortaufbau
Das Verb leitet sich vom Nomen „die Farbe“ ab. Die Vorsilbe „ver-“ beschreibt hier den Prozess einer Farbveränderung, die oft vollständig oder unerwünscht ist.
BEISPIEL
Pass auf, dass die neue Jeans die anderen Kleidungsstücke nicht verfärbt.
Reflexiv oder transitiv
Achte auf den Unterschied: „sich verfärben“ bedeutet, dass etwas seine eigene Farbe ändert. „Etwas verfärben“ bedeutet, dass etwas ein anderes Objekt färbt.
BEISPIEL
Sein Gesicht verfärbte sich vor Wut.
Typische Kontexte
Wenn sich etwas verfärbt, geschieht dies oft in bestimmten Situationen: Blätter im Herbst, der Himmel bei Sonnenuntergang, das Gesicht bei starken Emotionen oder Wäsche beim Waschen.
BEISPIEL
Als sie die schlechte Nachricht hörte, verfärbte sich ihr Gesicht.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
verfärben vs färben
„färben“ und „verfärben“ haben beide mit einer Änderung der Farbe zu tun. „färben“ klingt meist geplant oder neutral: Man gibt etwas bewusst eine neue Farbe, oder etwas ändert auf natürliche Weise seine Farbe. „verfärben“ benutzt man oft, wenn die neue Farbe nicht gewollt ist oder überraschend entsteht, zum Beispiel bei Wäsche oder durch einen Fleck. Bei natürlichen Vorgängen kann auch „sich verfärben“ passen, etwa bei Blättern im Herbst. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide eine Farbänderung beschreiben. Als Orientierung gilt: Wenn man die Farbe bewusst ändert, sagt man meist „färben“; wenn etwas unbeabsichtigt eine andere Farbe bekommt, passt oft „verfärben“.
verfärben
In der Küche hat der rote Saft die Tischdecke verfärbt.
färben
Meine Schwester färbt das weiße T-Shirt blau, weil ihr die Farbe besser gefällt.