vorschieben
Etwas durch Schieben nach vorne bewegen.
Er schob den schweren Riegel vor die Tür.

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Etwas durch Schieben nach vorne bewegen.
Er schob den schweren Riegel vor die Tür.

„Vorschieben“ ist ein trennbares Verb mit der Vorsilbe „vor-“. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe am Ende, im Nebensatz bleibt das Verb zusammen. Im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen „vor“ und „schieben“.
Er schiebt den Tisch einen Meter vor.
Das Verb besteht aus „vor“ (nach vorne) und „schieben“ (drücken). Die wörtliche Bedeutung ist „nach vorne schieben“. Die übertragene Bedeutung (eine Ausrede benutzen) leitet sich davon ab: Man schiebt symbolisch einen Grund vor sich, um sich dahinter zu verstecken.
Um nicht aufräumen zu müssen, schob er seine Kopfschmerzen vor.
In der übertragenen Bedeutung wird „vorschieben“ oft mit abstrakten Nomen verwendet. Typische Kombinationen sind „eine Ausrede vorschieben“, „einen Grund vorschieben“ oder „einen Vorwand vorschieben“.
Er hat einen dringenden Anruf vorgeschoben, um das Meeting früher zu verlassen.
In der Bedeutung „sich vordrängeln“ wird das Verb immer reflexiv mit „sich“ verwendet. Das Reflexivpronomen muss an die Person angepasst werden (ich schiebe mich vor, du schiebst dich vor etc.).
An der Kasse hat sich einfach jemand vor mich vorgeschoben.
„vorstellen“ und „vorschieben“ können beide bedeuten, dass etwas nach vorne bewegt wird. Der Unterschied liegt in der Art der Bewegung. „vorstellen“ benutzt man, wenn man etwas nach vorne stellt oder an eine vordere Position bringt. „vorschieben“ passt genauer, wenn etwas wirklich durch Schieben nach vorne bewegt wird, zum Beispiel ein Stuhl oder ein Tisch. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit „vor-“ beginnen und eine Bewegung nach vorne ausdrücken. Praktisch gilt: Wenn das Schieben wichtig ist, ist „vorschieben“ genauer.

Im Restaurant schiebt Tom den Tisch etwas vor, damit alle besser sitzen können.
Kannst du den Stuhl bitte ein Stück vorstellen?