
vorschieben
Etwas durch Schieben nach vorne bewegen.
Er schob den schweren Riegel vor die Tür.
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Etwas durch Schieben nach vorne bewegen.
Er schob den schweren Riegel vor die Tür.

Jemanden oder etwas als Vorwand oder Ausrede benutzen, um die wahren Gründe oder die eigene Verantwortung zu verbergen.
Sie hat eine dringende Besprechung vorgeschoben, um nicht an dem unangenehmen Gespräch teilnehmen zu müssen.

Sich in einer Reihe oder Gruppe nach vorne drängeln, um eine bessere Position zu erlangen.
Der ungeduldige Mann versuchte, sich in der Warteschlange vorzuschieben.
„Vorschieben“ ist ein trennbares Verb mit der Vorsilbe „vor-“. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe am Ende, im Nebensatz bleibt das Verb zusammen. Im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen „vor“ und „schieben“.
Er schiebt den Tisch einen Meter vor.
Das Verb besteht aus „vor“ (nach vorne) und „schieben“ (drücken). Die wörtliche Bedeutung ist „nach vorne schieben“. Die übertragene Bedeutung (eine Ausrede benutzen) leitet sich davon ab: Man schiebt symbolisch einen Grund vor sich, um sich dahinter zu verstecken.
Um nicht aufräumen zu müssen, schob er seine Kopfschmerzen vor.
In der übertragenen Bedeutung wird „vorschieben“ oft mit abstrakten Nomen verwendet. Typische Kombinationen sind „eine Ausrede vorschieben“, „einen Grund vorschieben“ oder „einen Vorwand vorschieben“.
Er hat einen dringenden Anruf vorgeschoben, um das Meeting früher zu verlassen.
In der Bedeutung „sich vordrängeln“ wird das Verb immer reflexiv mit „sich“ verwendet. Das Reflexivpronomen muss an die Person angepasst werden (ich schiebe mich vor, du schiebst dich vor etc.).
An der Kasse hat sich einfach jemand vor mich vorgeschoben.