sich zur Wehr setzen
Sich aktiv verteidigen oder Widerstand gegen einen Angriff oder eine Ungerechtigkeit leisten.
Als er beschuldigt wurde, setzte er sich sofort zur Wehr.

Wehr
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Sich aktiv verteidigen oder Widerstand gegen einen Angriff oder eine Ungerechtigkeit leisten.
Als er beschuldigt wurde, setzte er sich sofort zur Wehr.

„Die Wehr“ ist eng mit dem Verb „sich wehren“ (sich verteidigen) verwandt. Die Grundbedeutung von Schutz und Widerstand findet sich auch in Wörtern wie „Abwehr“ oder „Bundeswehr“.
Die Dorfbewohner mussten sich gegen die Angreifer wehren.
Die Redewendung „sich zur Wehr setzen“ ist eine feste Einheit mit einem Reflexivpronomen. Oft folgt die Präposition „gegen“ mit Akkusativ, um den Gegner oder die Ungerechtigkeit zu benennen.
Die Mitarbeiter setzten sich gegen die ungerechte Behandlung zur Wehr.
Die Bedeutung von „Wehr“ erkennst du am Kontext. Geht es um Verteidigung, ist die Redewendung „sich zur Wehr setzen“ ein Signal. Bei Flüssen und Wasser geht es um die Stauanlage. Im Kontext von Bränden und Notfällen ist die Feuerwehr gemeint.
Das Wehr reguliert den Wasserstand des Flusses.
Die Verwendung von „die Wehr“ für „die Feuerwehr“ ist eine umgangssprachliche Abkürzung. Sie ist besonders häufig in der Kombination „die Freiwillige Wehr“ auf dem Land üblich.
Mein Onkel ist seit 20 Jahren bei der Freiwilligen Wehr.
„der Angriff“ und „sich zur Wehr setzen“ bilden einen klaren Gegensatz zwischen Angreifen und Verteidigen. Ein Angriff kommt von der Seite, die aktiv gegen jemanden vorgeht. Wer sich zur Wehr setzt, reagiert darauf und verteidigt sich oder leistet Widerstand. Wichtig ist: „die Wehr“ steht in dieser Bedeutung fast immer in der festen Wendung „sich zur Wehr setzen“. Man sagt also nicht einfach „eine Wehr machen“, wenn man Verteidigung meint.

Als der Mann sie bedrohte, setzte sie sich laut zur Wehr.
Der Angriff kam so plötzlich, dass niemand sofort reagieren konnte.