Ein staatlich organisierter Ersatzdienst für Wehrpflichtige, die den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen verweigern. Der Dienst wird meist in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen geleistet.
beispiel
Anstatt zur Bundeswehr zu gehen, hat mein Bruder damals seinen Zivildienst in einem Kindergarten abgeleistet.
Tipps
Wortzusammensetzung
„Zivildienst“ ist ein zusammengesetztes Wort aus „zivil“ (bürgerlich, nicht militärisch) und „Dienst“ (service). Es bedeutet also wörtlich „bürgerlicher Dienst“.
BEISPIEL
Er hat seinen Zivildienst in einem Altenheim gemacht.
Kultureller Kontext
Der Zivildienst war in Deutschland und Österreich die Alternative zur Wehrpflicht. Da die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt wurde, gibt es den klassischen Zivildienst heute nicht mehr, aber das Konzept ist historisch wichtig.
BEISPIEL
Früher war die Frage für junge Männer oft: Bundeswehr oder Zivildienst?
Typische Verben
Im Zusammenhang mit „Zivildienst“ verwendet man meist die Verben „leisten“ oder „machen“. Man leistet oder macht seinen Zivildienst „in“ oder „bei“ einer sozialen Einrichtung.
BEISPIEL
Viele junge Männer mussten früher Zivildienst leisten.
Vergleichen mit
confusable
Zivildienst vs Wehrpflicht
„die Wehrpflicht“ und „der Zivildienst“ gehören beide zum Thema staatlicher Dienst. Sie bedeuten aber nicht dasselbe. „Wehrpflicht“ ist die gesetzliche Pflicht, Militärdienst zu leisten. „Zivildienst“ ist ein Ersatzdienst für Wehrpflichtige, die aus Gewissensgründen nicht an der Waffe dienen wollen. Dieser Dienst findet meist in sozialen Einrichtungen statt, nicht beim Militär. Lernende können die Wörter verwechseln, weil der Zivildienst nur im Zusammenhang mit Wehrpflicht wichtig wird. Die Wehrpflicht ist die Pflicht; der Zivildienst ist eine mögliche Alternative zum Dienst mit der Waffe.
Zivildienst
Tom hat seinen Zivildienst in einem Pflegeheim gemacht.
Wehrpflicht
Viele Jugendliche diskutieren in der Schule über die Wehrpflicht.