zutage treten
Sichtbar werden, sich zeigen oder zum Vorschein kommen. Bezieht sich oft auf Eigenschaften, Probleme oder Fakten, die vorher verborgen waren.
Erst bei genauerer Untersuchung traten die wahren Probleme zutage.

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Sichtbar werden, sich zeigen oder zum Vorschein kommen. Bezieht sich oft auf Eigenschaften, Probleme oder Fakten, die vorher verborgen waren.
Erst bei genauerer Untersuchung traten die wahren Probleme zutage.

Das Adverb „zutage“ ist eine alte Form von „zu Tage“. Es bedeutet wörtlich „ans Licht des Tages“ und wird verwendet, um auszudrücken, dass etwas Verborgenes sichtbar wird.
Bei den Bauarbeiten kamen alte Münzen zutage.
„Zutage“ steht fast nie allein, sondern ist Teil fester Verbverbindungen. Die häufigsten sind „zutage treten“ (etwas wird sichtbar) und „zutage fördern“ (jemand macht etwas sichtbar).
Sein wahres Talent trat erst spät zutage.
Der Ausdruck „zutage“ gehört zur gehobenen Schriftsprache. Im normalen Alltagsgespräch wird er selten verwendet.
Die Ausgrabungen brachten eine römische Villa zutage.
Die genaue Bedeutung hängt vom Verb ab: „zutage treten“ ist passiv und bedeutet, dass etwas von selbst erscheint. „zutage fördern“ ist aktiv und bedeutet, dass jemand gezielt etwas aufdeckt.
Nach dem Regen traten Risse in der Mauer zutage.
„hervor“ und „zutage“ können beide ausdrücken, dass etwas Verborgenes sichtbar wird. „hervor“ passt eher zu einer konkreten Bewegung: Etwas kommt aus einem Versteck, aus dem Inneren oder hinter etwas nach vorne. „zutage“ benutzt man oft in festen Verbindungen wie „zutage treten“ oder „zutage fördern“. Es klingt etwas gehobener und passt besonders gut, wenn Fakten, Probleme oder alte Dinge sichtbar werden. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide mit „zum Vorschein kommen“ zu tun haben. Praktisch gilt: Bei einer sichtbaren Bewegung sagt man eher „hervor“, bei entdeckten Tatsachen oder Ausgrabungen eher „zutage“.

Bei der Untersuchung traten neue Probleme zutage.
Aus der alten Tasche kam plötzlich ein Schlüssel hervor.