
abwesend
Nicht an einem bestimmten Ort anwesend sein; fehlen.
Der Angeklagte war bei der Urteilsverkündung abwesend.
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Nicht an einem bestimmten Ort anwesend sein; fehlen.
Der Angeklagte war bei der Urteilsverkündung abwesend.

Geistig nicht bei der Sache sein; in Gedanken verloren und unaufmerksam.
Er nickte zwar, wirkte aber während des ganzen Gesprächs irgendwie abwesend.
„Abwesend“ ist das direkte Gegenteil von „anwesend“. Die Vorsilbe „ab-“ bedeutet „weg“, während „an-“ die Anwesenheit an einem Ort beschreibt. Der Wortstamm „-wesend“ ist eine alte Form, die mit „sein“ verwandt ist.
Alle Schüler waren heute im Unterricht anwesend.
Wenn man den Ort oder die Veranstaltung nennt, bei der jemand fehlt, wird oft die Präposition „bei“ (+ Dativ) verwendet. Man ist zum Beispiel „bei einer Sitzung abwesend“.
Leider war sie bei der wichtigen Besprechung krankheitsbedingt abwesend.
Die Bedeutung „geistig nicht bei der Sache“ erkennt man oft an Verben wie „wirken“, „scheinen“ oder „aussehen“. Der Satz beschreibt dann nicht, wo eine Person ist, sondern wie sie sich in einer Situation verhält.
Er starrte aus dem Fenster und wirkte völlig abwesend.
Bei Personen können fehlend und abwesend beide ausdrücken, dass jemand nicht da ist. Abwesend beschreibt nur diesen Zustand. Fehlend hebt zusätzlich hervor, dass die Person erwartet oder für die Situation benötigt wird.

Die Vorsitzende ist heute bei der Sitzung abwesend.
Wegen der fehlenden Vorsitzenden muss die wichtige Abstimmung warten.