
ätzend
Umgangssprachlich für sehr schlecht, nervig oder unangenehm.
Ich finde dieses kalte, regnerische Wetter einfach nur ätzend.
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Umgangssprachlich für sehr schlecht, nervig oder unangenehm.
Ich finde dieses kalte, regnerische Wetter einfach nur ätzend.

In der Chemie die Eigenschaft einer Substanz, organisches Gewebe oder andere Materialien durch eine chemische Reaktion zu zerstören oder anzugreifen; korrosiv.
Beim Umgang mit der ätzenden Säure ist das Tragen von Schutzhandschuhen Pflicht.
„Ätzend“ ist das Partizip I des Verbs „ätzen“ (etwas durch Chemie zerstören). Die umgangssprachliche Bedeutung ist eine Metapher: Eine Situation ist so unangenehm, dass sie die gute Laune „zerstört“.
Vorsicht, diese Chemikalie ätzt die Haut!
Die beiden Bedeutungen sind leicht zu unterscheiden. Im Alltag beschreibt „ätzend“ eine nervige Situation oder Person. Im wissenschaftlichen oder technischen Kontext (z.B. Chemie, Warnhinweise) ist die wörtliche, gefährliche Eigenschaft gemeint.
Ich hatte heute einen total ätzenden Tag im Büro.
Diese Bedeutung von „ätzend“ gehört klar zur Umgangssprache. Man verwendet es unter Freunden oder in informellen Situationen, aber nicht in formellen Texten oder Gesprächen.
Dass der Zug ausfällt, ist echt ätzend.
Beide Wörter bewerten eine Situation als unangenehm oder lästig. „Nervig“ ist die allgemeinere und meist mildere Bezeichnung, während „ätzend“ umgangssprachlich, salopper und oft deutlich schärfer klingt. Bei normalem Ärger passt „nervig“; für besonders starken Frust kann „ätzend“ die passendere Wirkung haben.

Die ständigen Werbeanrufe sind heute echt ätzend.
Die ständigen Werbeanrufe sind wirklich nervig.