Eine feindselige Äußerung oder Handlung gegen jemanden, die darauf abzielt, die Person zu verletzen, herabzusetzen oder anzugreifen. Wird oft im Plural verwendet.
beispiel
Nach seiner umstrittenen Rede sah sich der Politiker massiven Anfeindungen ausgesetzt.
Tipps
Wortfamilie
„Anfeindung“ kommt vom Wort „der Feind“. Eine Anfeindung ist also eine Handlung, mit der man jemanden wie einen Feind behandelt.
BEISPIEL
Nach dem Streit betrachteten sie sich als Feinde.
Verwendung im Plural
Dieses Nomen wird fast immer im Plural verwendet („Anfeindungen“), da es meist um wiederholte oder mehrere feindselige Handlungen geht.
BEISPIEL
Die Journalistin berichtete von täglichen Anfeindungen im Internet.
Typische Verbindungen
Eine sehr häufige und feste Wendung ist „Anfeindungen ausgesetzt sein“. Sie bedeutet, dass jemand das Ziel von feindseligen Angriffen ist.
BEISPIEL
Als erste Frau in dieser Position war sie vielen Anfeindungen ausgesetzt.
Vergleichen mit
confusable
Anfeindung vs Kritik
„die Kritik“ und „die Anfeindung“ können beide negativ gegen eine Person oder Sache gerichtet sein. „Kritik“ benennt Fehler oder Schwächen und kann sachlich gemeint sein. „Anfeindung“ ist feindselig und soll jemanden angreifen, verletzen oder herabsetzen. Sie ist also persönlicher und aggressiver als normale Kritik. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beides unangenehm klingen kann. Ein guter Merksatz ist: Kritik kann helfen, Anfeindung greift an.
Anfeindung
Nach dem Interview erlebt die Politikerin viele Anfeindungen im Netz.
Kritik
Die Kritik an dem Plan war berechtigt, weil wichtige Kosten fehlten.