das Ansinnen
Eine Forderung, ein Vorschlag oder ein Wunsch, der als unangebracht, unverschämt oder zumutend empfunden wird.
Ihr Ansinnen, dass ich am Wochenende unbezahlt arbeite, habe ich entschieden zurückgewiesen.

Ansinnen
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Eine Forderung, ein Vorschlag oder ein Wunsch, der als unangebracht, unverschämt oder zumutend empfunden wird.
Ihr Ansinnen, dass ich am Wochenende unbezahlt arbeite, habe ich entschieden zurückgewiesen.

„Ansinnen“ ist ein Wort der gehobenen, formellen Sprache. Es hat immer eine negative Konnotation und beschreibt einen Wunsch oder Vorschlag, den man als unverschämt oder unangemessen empfindet.
Sein Ansinnen, ich solle für seinen Fehler die Verantwortung übernehmen, war eine Frechheit.
Der Inhalt des unverschämten Wunsches wird oft durch einen Nebensatz mit „dass“ oder eine Infinitivkonstruktion mit „zu“ erklärt. Die Struktur ist: „das Ansinnen, dass ...“ oder „das Ansinnen, zu ...“.
Das Ansinnen, auch am Feiertag zu arbeiten, stieß auf großen Widerstand.
Da ein „Ansinnen“ negativ ist, wird es oft mit Verben des Ablehnens wie „zurückweisen“, „ablehnen“ oder „sich widersetzen“ kombiniert. Typische Adjektive sind „unverschämt“, „inakzeptabel“ oder „absurd“.
Der Betriebsrat wies das Ansinnen der Geschäftsführung entschieden zurück.
„der Wunsch“ und „das Ansinnen“ können beide eine geäußerte Bitte oder ein Anliegen meinen. „Wunsch“ ist neutral und kann freundlich oder ganz normal klingen. „Ansinnen“ benutzt man, wenn eine Bitte oder Forderung als unpassend, frech oder zu viel empfunden wird. Das Wort klingt eher formell und oft kritisch. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide etwas beschreiben, das jemand von einer anderen Person möchte. Wenn das Anliegen normal ist, sagt man „Wunsch“. Wenn man zeigen will, dass man die Forderung unangemessen findet, passt „Ansinnen“.

Der Chef lehnte das Ansinnen ab, am selben Tag noch zehn Überstunden zu machen.
In ihrer E-Mail nennt sie den Wunsch, das Zimmer mit Meerblick zu bekommen.