
das Armutszeugnis
Ein offensichtlicher Beweis für Unfähigkeit, Versagen oder einen Mangel an Qualität oder Kompetenz.
Dass die Website nach einem Jahr immer noch nicht funktioniert, ist ein Armutszeugnis für die Agentur.
Armutszeugnis
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Ein offensichtlicher Beweis für Unfähigkeit, Versagen oder einen Mangel an Qualität oder Kompetenz.
Dass die Website nach einem Jahr immer noch nicht funktioniert, ist ein Armutszeugnis für die Agentur.

Ein historisches, amtliches Dokument, das die Mittellosigkeit einer Person bescheinigte, um beispielsweise Prozesskostenhilfe zu erhalten.
Um von den Gerichtskosten befreit zu werden, musste er damals ein Armutszeugnis vorlegen.
Das Wort besteht aus „Armut“ und „Zeugnis“ (certificate, testimony). Die übertragene Bedeutung ist ein „Zeugnis“ für geistige oder konzeptionelle „Armut“, also ein Beweis für Unvermögen.
Seine unvorbereitete Präsentation war ein Armutszeugnis.
Die häufigste Verwendung ist die feste Wendung „ein Armutszeugnis für jemanden/etwas sein“. Sie drückt starke Kritik an einer offensichtlichen Schwäche oder einem Versäumnis aus.
Dass die Stadt den Park so verkommen lässt, ist ein Armutszeugnis für die Verwaltung.
Die übertragene, kritische Bedeutung ist heute sehr verbreitet. Die wörtliche Bedeutung als amtliches Dokument ist historisch und kommt fast nur noch in Texten über frühere Zeiten vor.
Es ist ein Armutszeugnis, dass es in einem so reichen Land Kinderarmut gibt.
Eine weitere feste Wendung ist „sich (selbst) ein Armutszeugnis ausstellen“. Dies bedeutet, dass jemand durch sein eigenes Handeln seine Unfähigkeit beweist.
Mit dieser unüberlegten Aussage hat sich der Politiker selbst ein Armutszeugnis ausgestellt.