aufgeweicht
Durch den Kontakt mit Flüssigkeit weich und oft formlos geworden.
Das Brot in der Suppe war nach kurzer Zeit völlig aufgeweicht.

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Durch den Kontakt mit Flüssigkeit weich und oft formlos geworden.
Das Brot in der Suppe war nach kurzer Zeit völlig aufgeweicht.

„Aufgeweicht“ ist das Partizip II des trennbaren Verbs „aufweichen“. Es beschreibt das Ergebnis, wenn etwas durch Flüssigkeit weich wird.
Der Keks in meinem Tee ist sofort aufgeweicht.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext. Geht es um materielle Dinge, die nass werden (Brot, Erde, Pappe), ist es wörtlich gemeint. Geht es um abstrakte Konzepte (Regeln, Gesetze, Positionen), ist die übertragene Bedeutung „abgeschwächt“ gemeint.
Nach dem starken Regen war der ganze Boden aufgeweicht.
Im übertragenen Sinn wird „aufgeweicht“ oft für abstrakte Dinge verwendet, die ihre Strenge oder Klarheit verlieren. Typisch sind: aufgeweichte Regeln, ein aufgeweichtes Gesetz oder aufgeweichte Prinzipien.
Die klaren Regeln wurden durch ständige Kompromisse immer weiter aufgeweicht.
„hart“ und „aufgeweicht“ können Gegensätze sein, besonders bei Material oder bei Regeln. Bei Dingen bedeutet „hart“, dass etwas fest ist; „aufgeweicht“ bedeutet, dass es durch Flüssigkeit weich geworden ist. Übertragen kann „hart“ auch eine strenge Haltung oder Regel beschreiben. „Aufgeweicht“ bedeutet dann, dass diese Strenge schwächer geworden ist, oft durch Ausnahmen oder Kompromisse. Der Unterschied ist also: „hart“ bleibt fest oder streng, „aufgeweicht“ ist weich geworden oder nicht mehr so streng.

Nach dem Regen war der Boden im Garten völlig aufgeweicht.
Das Brot war am Morgen schon hart.