Eine historische Berufsbezeichnung für den Betreiber einer Badestube, der oft auch als Barbier, Friseur und Wundarzt tätig war und einfache medizinische Eingriffe wie Aderlässe oder Zahnziehen durchführte.
beispiel
Im Mittelalter ging man zum Bader, um sich nicht nur waschen zu lassen, sondern auch bei Zahnschmerzen.
Tipps
Wortfamilie
Das Wort „Bader“ ist direkt mit dem Verb „baden“ verwandt. Es bezeichnete ursprünglich den Betreiber einer öffentlichen Badestube.
BEISPIEL
Der Beruf des Baders entstand aus der Notwendigkeit öffentlicher Badehäuser.
Historischer Beruf
Dieses Wort beschreibt einen Beruf, den es heute nicht mehr gibt. Man verwendet es ausschließlich im historischen Kontext, zum Beispiel wenn man über das Mittelalter oder die frühe Neuzeit spricht.
BEISPIEL
In alten Geschichten liest man oft von einem Bader, der den Helden verarztet.
Kultureller Kontext
Der Bader war mehr als nur ein Bademeister. Seine Tätigkeit umfasste auch das Schneiden von Haaren und Bärten sowie einfache medizinische Behandlungen, was ihn zu einer wichtigen Person im Dorf machte.
BEISPIEL
Der Bader war im Mittelalter oft die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Bader vs Friseur
„der Friseur“ und „der Bader“ haben beide mit Körperpflege und früher auch mit dem Schneiden von Haaren zu tun. „Friseur“ ist das normale moderne Wort für eine Person, die beruflich Haare schneidet, färbt und frisiert. „Bader“ ist eine historische Berufsbezeichnung. Ein Bader arbeitete in einer Badestube und machte früher auch Dinge wie Rasieren, Haare schneiden oder einfache medizinische Eingriffe. Lernende können die Wörter verwechseln, weil ein Bader früher auch Aufgaben eines Friseurs hatte. Heute sagt man für den modernen Beruf aber „Friseur“, nicht „Bader“.
Bader
Im Museum hat die Führung erklärt, welche Aufgaben ein Bader im Mittelalter hatte.
Friseur
Am Samstag geht Max zum Friseur, weil seine Haare zu lang geworden sind.