
barmherzig
Mitfühlend und bereit, anderen zu vergeben oder ihnen in ihrer Not zu helfen, anstatt sie zu bestrafen oder zu verurteilen.
Der Richter zeigte sich barmherzig und verhängte nur eine milde Strafe.
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Mitfühlend und bereit, anderen zu vergeben oder ihnen in ihrer Not zu helfen, anstatt sie zu bestrafen oder zu verurteilen.
Der Richter zeigte sich barmherzig und verhängte nur eine milde Strafe.
Das Wort hat eine alte Herkunft und bedeutet sinngemäß „ein Herz für die Armen haben“. Der Teil „barm“ ist mit „arm“ (im Sinne von elend, bedauernswert) verwandt und „-herzig“ leitet sich von „Herz“ ab.
Aus einer barmherzigen Laune heraus gab er dem Bettler etwas Geld.
„Barmherzig“ ist ein eher formelles und gehobenes Wort. Es hat oft eine moralische oder religiöse Konnotation und wird häufiger in der Schriftsprache als im Alltagsgespräch verwendet.
In der Bibel wird Gott oft als barmherzig beschrieben.
Das Adjektiv beschreibt oft Personen mit Macht oder Autorität (z. B. „ein barmherziger Richter“) oder deren Handlungen („eine barmherzige Tat“, „ein barmherziges Urteil“). Es kann auch mit der Präposition „mit“ verwendet werden.
Der König war barmherzig mit den Gefangenen und ließ sie frei.
Beide Wörter können mitfühlende Milde gegenüber einem Schuldigen ausdrücken. Gnädig betont, dass eine mächtige Instanz eine Strafe erlässt oder mildert. Barmherzig betont dagegen das Mitgefühl mit der Not des Betroffenen, das zu Hilfe oder Vergebung führt.

Der Richter war barmherzig und vergab dem Angeklagten aus Mitgefühl mit seiner Not.
Der Richter war gnädig und milderte die Strafe des Angeklagten.