Ein rechtsverbindlicher Plan der Gemeinde im Bereich der Stadtplanung, der für ein bestimmtes Gebiet detailliert festlegt, wie Grundstücke bebaut werden dürfen (z.B. Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen).
beispiel
Der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet schreibt eine maximale Gebäudehöhe von drei Stockwerken vor.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort ist eine Zusammensetzung aus „Bebauung“ (das Bebauen eines Grundstücks), dem Fugen-„s“ und „Plan“. Es ist also wörtlich ein Plan für die Bebauung eines Gebiets.
BEISPIEL
Ohne einen gültigen Bebauungsplan darf hier nicht gebaut werden.
Offizieller Kontext
Ein Bebauungsplan ist ein offizielles, rechtlich bindendes Dokument einer Stadt oder Gemeinde. Der Begriff gehört daher fest zur Verwaltungs- und Rechtssprache im Bereich Stadtplanung.
BEISPIEL
Bürger können den neuen Bebauungsplan im Rathaus einsehen.
Typische Verben
Im Zusammenhang mit einem Bebauungsplan werden oft spezifische Verben verwendet: Eine Gemeinde kann einen Plan „aufstellen“, „beschließen“ oder „ändern“. Als Bürger kann man einen Plan „einsehen“.
BEISPIEL
Die Gemeinde wird nächste Woche den neuen Bebauungsplan beschließen.
Vergleichen mit
confusable
Bebauungsplan vs Baugenehmigung
„der Bebauungsplan“ und „die Baugenehmigung“ gehören beide zum Thema Bauen und Behörden, meinen aber nicht dasselbe. Der Bebauungsplan ist ein allgemeiner Plan der Gemeinde für ein bestimmtes Gebiet. Er legt fest, was dort grundsätzlich gebaut werden darf. Die Baugenehmigung ist die konkrete Erlaubnis für ein bestimmtes Bauvorhaben, zum Beispiel für ein Haus oder einen Umbau. Lernende können die Wörter verwechseln, weil man oft beides braucht, bevor gebaut wird. Merksatz: Der Bebauungsplan sagt, was im Gebiet erlaubt ist; die Baugenehmigung erlaubt ein einzelnes Projekt.
Bebauungsplan
Im Bebauungsplan steht, dass auf diesem Grundstück nur zwei Stockwerke erlaubt sind.
Baugenehmigung
Die Familie wartet noch auf die Baugenehmigung für den Anbau.