Ein zusätzlicher Name, der einer Person gegeben wird und meist auf eine besondere Eigenschaft, Herkunft oder Leistung hinweist. Er ist oft bekannter als der eigentliche Nachname.
beispiel
Karl der Große erhielt seinen Beinamen aufgrund seiner bedeutenden Herrschaft.
Tipps
Wortzusammensetzung
„Beiname“ setzt sich aus der Vorsilbe „bei-“ und dem Nomen „Name“ zusammen. „Bei-“ bedeutet hier „zusätzlich“ oder „nebenbei“, also ist ein Beiname wörtlich ein „Zusatzname“.
BEISPIEL
Viele Herrscher im Mittelalter sind heute eher unter ihrem Beinamen als unter ihrem vollen Namen bekannt.
Typische Verben
Häufige Verben in Verbindung mit „Beiname“ sind „tragen“, „erhalten“ oder „bekommen“, wenn die Person das Subjekt ist. Wenn jemand den Namen gibt, verwendet man „jemandem einen Beinamen geben“.
BEISPIEL
Er erhielt den Beinamen „der Schweigsame“, weil er so wenig redete.
Historischer Kontext
Beinamen sind besonders typisch für historische Persönlichkeiten. Oft folgen sie dem Muster „Vorname + der/die + Adjektiv“, wie bei „Friedrich der Große“ oder „Katharina die Große“.
BEISPIEL
Der englische König Richard I. trug den Beinamen „Löwenherz“.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Beiname vs Spitzname
„der Spitzname“ und „der Beiname“ sind beide zusätzliche Namen für eine Person. Ein „Spitzname“ ist meist informell und wird im Alltag von Freunden, Familie oder Kollegen benutzt. Ein „Beiname“ klingt offizieller oder historischer und weist oft auf eine besondere Eigenschaft, Herkunft oder Leistung hin. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide neben dem eigentlichen Namen stehen. Für private, lockere Situationen passt „Spitzname“; für bekannte Personen, Geschichte oder besondere Eigenschaften passt eher „Beiname“.
Beiname
Karl der Große trägt einen Beinamen, der seine Bedeutung zeigt.
Spitzname
Nele hat im Verein den Spitznamen „Blitz“, weil sie so schnell läuft.