
benachteiligen
Jemanden schlechter oder ungerechter behandeln als andere und ihm dadurch Nachteile oder geringere Chancen verschaffen.
Er fühlte sich von seinem Vorgesetzten systematisch benachteiligt.
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Jemanden schlechter oder ungerechter behandeln als andere und ihm dadurch Nachteile oder geringere Chancen verschaffen.
Er fühlte sich von seinem Vorgesetzten systematisch benachteiligt.
Das Verb leitet sich vom Nomen „der Nachteil“ ab. Die Vorsilbe „be-“ und die Endung „-igen“ machen daraus ein Verb, das wörtlich bedeutet, jemandem einen Nachteil zu verschaffen. Es ist untrennbar.
Die neue Regelung benachteiligt vor allem kleine Unternehmen.
Sehr häufig wird dieses Verb im Passiv oder in der reflexiven Form „sich benachteiligt fühlen“ verwendet, um den Zustand der Ungerechtigkeit aus der Perspektive der betroffenen Person zu beschreiben.
Frauen werden in vielen Berufen immer noch finanziell benachteiligt.
Um den Grund für die Benachteiligung anzugeben, werden oft die Präpositionen „wegen“ (+ Genitiv) oder die Formulierung „aufgrund“ (+ Genitiv) verwendet.
Niemand darf wegen seiner Herkunft benachteiligt werden.
Benachteiligen und diskriminieren können beide eine ungerechte Schlechterstellung oder geringere Chancen bezeichnen. Diskriminieren hebt meist hervor, dass ein Gruppenmerkmal der Grund für die Behandlung ist. Benachteiligen ist allgemeiner und passt auch zu einem Nachteil ohne diesen Zusammenhang.

Die neue Regel benachteiligt Menschen mit langen Arbeitswegen bei der Bewerbung.
Die neue Regel diskriminiert Menschen wegen ihrer Herkunft bei der Bewerbung.