Sich leicht schwindelig, verwirrt oder nicht ganz bei Bewusstsein fühlen. Dieser Zustand tritt oft als Folge eines Schlages, einer Krankheit, von Müdigkeit oder eines Schocks auf.
beispiel
Nach dem Aufstehen war sie noch ganz benommen und brauchte einen Moment, um klar zu werden.
Tipps
Wortaufbau
„Benommen“ ist das Partizip II des veralteten Verbs „benehmen“ in der Bedeutung „jemandem die Sinne nehmen“. Es beschreibt also einen Zustand, in dem man sich fühlt, als wären einem die Sinne geraubt worden.
BEISPIEL
Nach dem langen Flug fühlte er sich müde und benommen.
Satzbau und Verwendung
Das Adjektiv „benommen“ wird fast immer prädikativ verwendet, also zusammen mit Verben wie „sein“, „sich fühlen“ oder „wirken“.
BEISPIEL
Der Patient wirkte nach der Narkose noch sehr benommen.
Ursache angeben
Um die Ursache für den Zustand zu nennen, verwendet man oft die Präposition „von“ gefolgt vom Dativ.
BEISPIEL
Sie war ganz benommen von der Hitze und dem Lärm.
Vergleichen mit
antonym
benommen vs klar
„klar“ und „benommen“ beschreiben hier den Zustand einer Person. „klar“ bedeutet, dass jemand bei vollem Bewusstsein ist und vernünftig denken kann. „benommen“ ist das Gegenteil: Die Person fühlt sich schwindelig, verwirrt oder nicht ganz wach. Das kann nach einem Sturz, bei Krankheit oder nach einem Schock passieren. Wenn jemand klar ist, kann er gut reagieren; wenn jemand benommen ist, braucht er vielleicht Hilfe oder Ruhe.
benommen
Nach dem Sturz blieb sie kurz benommen auf dem Boden sitzen.
klar
Nach ein paar Minuten war der Patient wieder klar und konnte antworten.